Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

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Vote for your Bolzplatz: 10 aus 30

For an exhibition I need your help by selecting your 10 (or less) favourite football grounds! Vote!

So, es ist vollbracht. Ich habe 30 Bolzplätze in Bonn besucht und war immer wieder über die Vielfalt erstaunt. Vielleicht lag es auch daran, das durch die Gleichheit (2 Tore, 1 Feld, 1 Zweck) die Unterschiede mehr zum Vorschein kamen. Wie die Spielfelder Spuren der Zeit aufweisen. Wie sie sich aktuell zwischen Infrastruktur und Architektur einbetten. Wie sie als zukünftiger Treffpunkt gepflegt werden. Ein Querschnitt des urbanen Raums.

Ab 19.4.15 (Vernissage 11 Uhr, alle sind herzlich willkommen) stelle ich eine Auswahl davon unter dem Motto Nachspielzeit im Kulturzentrum Hardtberg in Bonn-Duisdorf aus und habe noch keine Ahnung welche Bilder.

Helft mir. Markiert unten in der Umfrage eure 10 Lieblings-Plätze (oder weniger). Die Nummern stehen unter den Bildern. Besser: Großansicht per Klick.

Hier geht es zur Umfrage:

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Neue Serie: Kicking (1)

Kicking1 (3 von 4)

Neben meiner üblichen Bonn-Rumstrolcherei brauche ich immer kleine Projekte, die ich verfolge und die mich herausfordern. Nachdem ich beim Bonner Generalanzeiger auf einen Artikel zu Bolzplätzen in Bonn gestoßen bin, möchte ich nach und nach diese Orte besuchen. Eine große Aufgabe, wenn man sich den Stadtplan mal anschaut.

BolzplätzeDiese Plätze versprühen auf mich immer eine Magie, gerade wenn sie ungenutzt sind. Ohne ausgeübten Zweck, weder funktionell noch ästhetisch, aber so wichtig als Option, die jederzeit bereit steht. Aber sind sie ihrer Funktion entrissen, dürfen sie für sich sprechen, ohne als Kulisse reduziert zu werden. Stolze, stille Platzhalter.

Fotografisch wird dies gerade ohne spielende Fußballer im Mittelpunkt eine Herausforderung, denn ein Bolzplatz hat sehr ähnliche Züge: Zwei Tore und eine Rechteck und eine Wiese oder Ascheplatz. Aber gerade die feinen Unterschiede kommen so hervor, die vielleicht auch einiges über ihre Nutzer und ihre Umgebung erzählen. Ich werde mich deshalb auch wieder auf schwarz-weiß reduzieren, um mehr den „Kern zu erforschen“, auch wenn mir sicherlich an einigen Orten paar Informationen und Atmosphäre verloren gehen können.

Hier jetzt der Bolzplatz an der Limpericher Straße, eine unspektakuläre Gegend mit Reihenhäusern am Rande Bonn-Beuels.


Public Viewing Bonn Duisdorf

Der TKSV ist ein Beispiel für Duisdorfs recht gut funktionierendes Vereinsleben. Jedes Spiel Deutschlands wird in der Schmitthalle, einer kleine, etwas in die Jahre gekommenen Mehrzweckhalle, übertragen. Und nur den fleißigen Händen vieler Ehrenamtlicher ist es zu verdanken, dass zu moderaten Preisen, Bier, Cola und Bratwurst angeboten werden können. Eine wohltuende Alternative zum extremen Rummel an anderen zentralen Plätzen, mit Bier für 3 € und drei Dixiklos, wenn man denn mal rankommt.


Hinter dem Damm

Da wo der vierspurige Konrad-Adenauer-Damm wie ein reißender Strom die Hochhaussiedlung in Medinghoven von Duisdorf trennt, liegt direkt neben dem TÜV der Sportplatz und wartet. Die Schminke ist ab, aber er hält tapfer die Stellung und hofft auf den ein oder anderen Ball, der über die schmale Brücke getragen wird. Wann immer das auch sein mag. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Schlafplätze

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Spiel-, Sportplätze und Bolzplätze sind Orte der Begegnung. Hier wird gespielt, geschwitzt, gelacht, gestritten. Aber verwaist ohne Ball und Gegner wechselt ihre Aufgabe in standhafter Bereitschaft, auch wenn Wetter und Umfeld hoffnungslos erscheinen. Eine eigenartige -wie soll man es nennen?- Gastfreundschaft strahlt die Szenerie aus, als ob die Sportgeräte flüstern: „Wo ist dein Ball?“ (Klick auf Galerie für Großansicht)