Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

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Für 5 Minuten VII – Fokus Lokus

Ihr habt euch sicher schon Sorgen gemacht. Nein, ich hatte keine Verstopfung. Auch kein Ärger wegen Verstoß gegen die FoHygVO (Fotohygiene Verordnung). Alle Fotos ohne Schnorchel. Ich hatte einfach keine neuen Erkenntnisse sammeln können. Immer die selben Brillen, Porzellan-Zieltrichter und Kachelschläuche. Ich kam zu wenig rum. Doch nun bin ich wieder für euch auf Erkundungstour gegangen. Gurgelnde Schluchten entdecken, gewagte Perspektiven aus Hüfthöhe und die kreativsten Villeroy & Boch Produktdesignstudien  (hier die ganze Serie „Fokus Lokus“)

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Die schöne Qual der Wahl

Fokusbonn_Christian_Glatter_Foto_Ausstellung_Kulturzentrum-3Am Sonntag, 10. Mai von 11-15 Uhr bin ich wieder im Kulturzentrum Hardtberg (Rochusstraße, Bonn) und freue mich, Besucher meiner Ausstellung begrüßen zu können. 32 Bilder der Serien „Nachspielzeit“ und „Leitlinien“ hängen in der eindrucksvollen Location und wer meinen Blog verfolgt hat, konnte etwas die Entstehungsgeschichte verfolgen, besonders zu „Nachspielzeit“, den Bolzplätzen in Bonn.

32 Bilder, das klingt viel. Besonders wenn ich an die Kosten der Anfertigung, den Schweiß beim Aufziehen und Rahmen wie das Fluchen bei missglückten Versuchen denke. Gleichzeitig habe ich wieder gelernt, wie schwierig und wichtig die Auswahl ist, die Reduktion. Dann sind 32 verdammt wenig. Im Internet ist das einfach. Im Notfall haut man noch eins mehr raus, der Platz ist unbegrenzt. Für eine Ausstellung muss ich immer wieder fragen: Welche Bilder sind die richtigen und vor allem, wofür überhaupt?

Möchte ich die „besten“ Bilder ausstellen?Fokusbonn_Christian_Glatter_Foto_Ausstellung_Kulturzentrum-2 Soll die Serie komplett oder repräsentativ sein? Oder in sich rund? Doch auch hier: Was ist „gut“? Mein Geschmack, der des Publikums, die fotografische Aussage, die kreativste Idee, die emotionalste Wirkung, die „schönsten“ Bilder? Was ist „komplett? Die variabelsten Sichten, die repräsentativsten Orte, die umfänglichsten Stimmungen? Was ist die Klammer um eine Serie? Die „soziologische Aussage“, die Geschichte von Bild zu Bild, meine persönliche Beziehung zu den Orten, die ästhetische Gesamtwirkung?

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Vernissage Kulturzentrum Hardtberg

Auch wenn ich mich wiederhole (was anderes habe ich gerade nicht im Kopf oder vor der Linse):

Ich freue mich am 19.4., 11 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg (Rochussstraße, 53123 Bonn) zur Vernissage der Themen „Nachspielzeit“ und „Leitlinien“ einzuladen. Für alle, die interessiert sind, die Ästhetik der versteckten Dinge im Leben zu suchen ohne das Verlangen nach dem Spektakulärem.

Erwin Kranz Halle, Bonn

Erwin Kranz Halle, Bonn


Finissage, Leitlinien & Nachspielzeit

FokusBonn_Citypension (1 von 2)Das eine war, das andere kommt und mittendrin schneidet sich beides:

Zwei Monate konnte ich meine Bilder in der Pension bei Michèle ausstellen. Doch nun neigt sich die Zeit dem Ende und die Bilder verschwinden zunächst wieder in der Kiste. Aber nicht, ohne noch einmal bei der Finissage am Samstag, 14.3.15, 15 Uhr (Goethestraße 33, Bonn) die Gelegenheit zu nutzen sich mit interessierten Bonnern und Nicht-Bonnern über urbane Fotografie austauschen zu können.

Aber da in jedem Ende bekanntlich ein Anfang wohnt, möchte ich ich auch gleich mit paar Exponaten an meiner neuen Ausstellung schnuppern lassen:nachspielzeit_Kulturzentrum

Am 19.4.15 um 11 Uhr im Kulturzentrum Hardtberg (Bonn Duisdorf) zeige ich zwei Themen „Leitlinien“ und „Nachspielzeit“.

Während sich das erste Thema mit Zeichen und Regeln im täglichen Umfeld  befasst und sich dafür ihre Ästhetik aus der Funktion filtert, gibt die zweite -dank eurer Mithilfe bei der Auswahl– einen Einblick in die „Bolzplatz-Szene“ Bonns. Unterschiede in der Stadt anhand eines gleichen Objekts werden so offenbar.

nachspielzeit_Kulturzentrum

Ich würde mich freuen, Euch begrüßen zu können! Also gleich in den Kalender eintragen! 🙂


Vote for your Bolzplatz: 10 aus 30

For an exhibition I need your help by selecting your 10 (or less) favourite football grounds! Vote!

So, es ist vollbracht. Ich habe 30 Bolzplätze in Bonn besucht und war immer wieder über die Vielfalt erstaunt. Vielleicht lag es auch daran, das durch die Gleichheit (2 Tore, 1 Feld, 1 Zweck) die Unterschiede mehr zum Vorschein kamen. Wie die Spielfelder Spuren der Zeit aufweisen. Wie sie sich aktuell zwischen Infrastruktur und Architektur einbetten. Wie sie als zukünftiger Treffpunkt gepflegt werden. Ein Querschnitt des urbanen Raums.

Ab 19.4.15 (Vernissage 11 Uhr, alle sind herzlich willkommen) stelle ich eine Auswahl davon unter dem Motto Nachspielzeit im Kulturzentrum Hardtberg in Bonn-Duisdorf aus und habe noch keine Ahnung welche Bilder.

Helft mir. Markiert unten in der Umfrage eure 10 Lieblings-Plätze (oder weniger). Die Nummern stehen unter den Bildern. Besser: Großansicht per Klick.

Hier geht es zur Umfrage:

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Für 5 Minuten VI

Jetzt mal ohne Scheiß (übrigens ein Grundsatz von mir bei dieser Reihe): So ein bisschen Deko macht doch solch Stoffwechsel-Kachelräume sofort wohnlicher, nicht wahr? Da denkt man doch gleich, wenn man sich so erleichtert umschaut: „Ach, schade, dass es schon vorbei ist!“ und überlegt sich dabei, wie man denn die Phase bis zum nächsten Besuch beschleunigen kann.

Ob ein inspirierendes Orange oder ein dezenter Streifen in Augenhöhe. Etwas Grün, das dieses lebensfeindliche Klima auch überlebt, oder doch mehr etwas Organisches, wo sich über die Zeit Strich über Strich legt. Und schließlich noch ein durchgängiges Beige, das sich formschön in den Raum fügt mit allen Accessoires für alle Gelegenheiten in Reichweite. (hier die ganze Serie „Fokus Lokus“)


Sie hängen!

Fokus Hardtberg in der VR Bank ab dem 20.10!

Fokus Hardtberg_VR (1 von 1)

 


Die Kennedybrücke

Die Kennedybrücke ist eine der drei Rheinbrücken in Bonn. Sie verbindet innerstädtisch die linke mit der rechten Rheinseite (Beuel). Und sie ist…voll. Vor allem, wenn eine der anderen saniert wird. Ein Gang von Osten nach Westen:


Der Damm

Der Konrad-Adenauer Damm fließt wie ein Strom durch Hardtberg und trennt das beschaulich bürgerliche Duisdorf im Dunstkreis unterschiedlicher Ministerien vom Brüser Berg und Medinghoven, das durch Fehlpolitik teilweise in das soziale Abseits rutscht. Mittendrin diese vierspurige Straße, die niemals überlastet ist, aber immer befahren genug, dass er nicht ohne Brücke überquert werden kann.


Bonn Triathlon 2014 (I)

Es ist eines DER sportlichen Events in Bonn. Der Bonn Triathlon. Aber was bin ich glücklich, dass ich mich bei 30 Grad auf die langsame Bewegung des Auslöser Drückens und das anschließende Kölsch konzentrieren konnte. Hochachtung vor der Leistung jeden Teilnehmers. Hier Teil eins mit dem Start von zwei Rheinfähren für 3,8 km Schwimmen im Rhein. To be continued…

 


Bilder mit einem Freund

Eigentlich sind es nur ein paar Bilder einer gemeinsamen Fototour durch Bonn. Eigentlich nichts Besonderes. Eigentlich zwei chillige Tage, wie wir beide sie schon öfter verbracht haben. Aber diese Vertrautheit, das Normale, Unaufgesetzte macht sie so besonders, dass selbst solch Wochenenden haften bleiben, wie wir sie in den 25 Jahren Freundschaft schon so oft erlebt haben. So werden auch diese Bilder hier immer, wenn ich sie sehe, verbunden sein mit dir, mein Freund.


100 Meter Bahn

8:00 Uhr, Probsthof, Gleise


Die 3 wichtigsten Fotos 2013

Angeregt durch die Aktion von kwerfeldein habe ich noch einmal mein fotographisches Jahr 2013 vor meinen Augen vorbeiziehen lassen und nach den für mich wichtigsten Fotos 2013 gesucht. Mit der Betonung auf „wichtigsten“ und nicht „besten“ Fotos. Dabei habe ich bemerkt, dass man den Top 3 jeweils ein Wort zuordnen kann, das meine Einstellung zur Fotografie erneuert hat. Wer will, nehme sich ein paar Minuten Zeit.

No. 1: Geduld

A long wayIch hatte das Bild die ganze Zeit im Kopf. Der Weg einer Schnecke auf einer Straße aus ihrer Perspektive. An vielen Tagen sah ich die Schnecken vom Fahrrad aus. Aber ich hatte entweder keine Kamera dabei oder sie machten nicht das, was ich will, wobei sie bekanntlich noch so langsam sind, dass ich nicht auf den richtigen Moment warten wollte. Gestellte Aufnahmen waren für mich ausgeschlossen. Also nahm ich mir fest vor,dieses Foto zu machen und steckte täglich die Kamera ein. Nur die Schnecken scherten sich nicht darum. Bis ich eben nach mehreren Wochen dieses Exemplar erwischte. Seitdem habe ich faktisch bei jeder Gelegenheit eine (Kompakt)kamera dabei. Ich suche nun fokussiert nach einer Stimmung oder Situation. Nur wenn ich sie konkret suche, finde ich sie auch.

No. 2: Der zweite Blick

TorblickLange Zeit hielt ich nach den Motiven Ausschau, die „flashen“, deren Wirkung sofort auf denn Betrachter und natürlich auch mich überspringt. Unmittelbar wie ein atemberaubendes Naturschauspiel, eine emotionsgeladene Szene, ein abstraktes Farbenfeuerwerk oder einfach ein interessantes Motiv. Bis ich im Rahmen meines Projektes „Fokus Hardtberg“ bewusst Ecken aufsuchte, denen ich zuhören musste, Szenen die flüstern. Erst der zweite Blick erschließt ihre Seele. Ich empfinde Orte, die sich mir erst offenbaren müssen inzwischen deutlich spannender als das spektakuläre Motiv. Dabei muss ich mir bewusst machen, dass sich die Betrachter diese Zeit aber nicht unbedingt nehmen, meine Bilder vielleicht belanglos finden. Bei der Auswahl für meine Ausstellung habe ich diesen Aspekt ausgeblendet und bestimmt auf das ein oder andere Aha! verzichtet. Aber diese Orte brauchten ein Podium für mich. Es hat sich gelohnt. Das Foto war quasi eines der ersten Fotos, denen ich ein ein  Platz in der Ausstellung „garantierte“, bei dem ich sagte: „In diese Richtung soll es gehen: Der zweite Blick“

No. 3: Tu es!

Love

Streng genommen gehört dieses Bild (Titel „Love“) nicht zu 2013, sondern Dezember 2012, als ich mit einem Freund und einer russischen Fotografin in Twer, Russland eine Ausstellung mit dem sperrigen Titel  „Deutsch-russischer visueller Dialog“ eröffnete, die Begriffe der Nationalhymnen aus drei unterschiedlichen, fotografischen Blickwinkeln zeigte (anschließend in Moskau). Es hat auch nichts mit Bonn zu tun. Aber es war Ausgangspunkt für meine Motivation 2013, meine Fotos weiterhin zu präsentieren. In diesem neuen Blog, in Ausstellungen, in Wettbewerben. Nicht um reich und berühmt zu werden, sondern um kreative Ziele zu haben, die mich abtauchen und auftanken zu lassen, was die beiläufige Gelegenheitsknipserei nicht schafft. Die Ausstellung in Russland mit viel Vorbereitung, Gestaltungsaufwand, Organisation und auch Investition zeigte mir damals, dass es sich lohnt.

Ich freue mich, wenn Ihr alle weiterhin dabei bleibt und werde in Kürze ein neues Projekt vorstellen zusammen mit meinem Freund, wofür ich auf Eure Mithilfe hoffe.


Hardtberg: Baustellen

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“: Lärm, Naturvernichtung, Rendite. Oder Aufbruch, Ästethik, Raum. Baustellen -irgendwo heimatlos zwischen alt und neu- strahlen etwas Zwiespältiges aus. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Leitlinien

Täglich zeigen sie uns, wo es lang geht, stellen Regeln auf, warnen, verbieten, unterstützen. Es gibt in der Stadt keinen Ort, wo sie nicht stoisch ihre Funktion runterbeten, nonstop. Mal allen, mal einigen, mal keinen. So wie sie es gelernt haben.

Aber entlässt man sie aus ihrem Job, dürfen sie ihre ganz eigenen Botschaften vermitteln. Ob ästetisch, philosophisch, provokativ oder ganz und gar rätselhaft. Markierungen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)

VorbeifahrtLinien

 


Der Wald ist nicht grün

In schwarz-weiß wird Wald um eine wesentliche Eigenschaft gekappt. Grün. Dadurch dürfen sich ganz andere Eigenschaften nach vorne spielen: Licht, Struktur, Einzigartigkeit der Formen.

  • Neue Ebenen werden geschaffen, abhängig von Licht und Luft. Keine Farbe, die diese Ebenen wieder verwischt.
  • Verschiedene Muster treffen aufeinander und vereinigen sich.
  • Linienstrukturen werden durch Licht aufgebrochen und geben der Szene eine zeitlich limitierte Einzigartigkeit.
  • Die Umgebung tritt  in den Hintergrund, besondere Momente zeigen sich im Kleinen stechend klar.

Und gerade wegen des Farbentzuges wirken manche Szenen erst hell und freundlich, obwohl schwarz-weiß oft zu viel Nüchternheit unterstellt wird. Zuviel Farbe verklärt manchmal den Blick für das Licht.  (Hell und freundlich:  Thema bei Paleicas Magic Monday)


Hinter dem Damm

Da wo der vierspurige Konrad-Adenauer-Damm wie ein reißender Strom die Hochhaussiedlung in Medinghoven von Duisdorf trennt, liegt direkt neben dem TÜV der Sportplatz und wartet. Die Schminke ist ab, aber er hält tapfer die Stellung und hofft auf den ein oder anderen Ball, der über die schmale Brücke getragen wird. Wann immer das auch sein mag. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hoffnung schimmert schmutzig

Nieselregen, totes Braun, leere Wiesen. Und doch schimmert Licht. Kein warmes Gelb, kein reines Weiß, kein sanftes Violett. Nein, Schmutziges Blau. Aber es schimmert.


Sweet home again

Teil 2 der Hoch-, Reihen-, Einfamilien-, Mehrfamilien-, Bungalow-… Heime. (hier Sweet home, Part I) Klick auf Mosaik für Großansicht.


Sweet home

Wohnhäuser und Wohnungen. Kulisse rechts und links der Straße. Allgemein gesehen wertlos für die meisten außer Schatten zu spenden. Und doch für die selben Menschen Hafen der Energie. Aber nur persönlich gesehen. Nach außen dringt nur ein dumpfes Flüstern.


Hardtberg: Menschen

Eigentlich eine Kategorie, die es in der Serie „Fokus Hardtberg“ gar nicht gibt. Das liegt erstens am Konzept, das sich ganz bewusst auf unscheinbare, alltägliche Ecken fokussiert, um sie “ aus sich rauszulocken“. Menschen geben der Situation sofort etwas Einmaliges. Nur wenn Menschen Beiwerk meines Motivs sind, habe ich sie in die Serie aufgenommen.

Stein

Zweitens verdirbt mir das (deutsche) Persönlichkeitsrecht nach §§ 22 und 23 KUG den Spaß, da Personen nicht identifizierbar sein dürfen (hier eine gute Zusammenfassung). Ich halte das Gesetz für durchaus sinnvoll, denn auch ich möchte darüber bestimmen wollen, wo und wie ich irgendwo publiziert -oder schlimmer- verwertet werde. So gehe ich mit dem Thema sehr behutsam um, was aber kreativ sehr einengt. Gerade Gesichter schaffen doch Emotion in Bildern. Personen haben -wenn überhaupt- in meinen Bildern somit nur den Zweck, eine Situation ganz unabhängig vom Individuum zu unterstreichen.

Am Acker

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Nüchtern betrachtet

Nüchtern betrachtet sind ein Büro oder eine Werkshalle Funktionsgebäude. Sie sollen möglichst effizient Menschen und Maschinen beherbergen und vernetzen. Meistens strahlen sie genau diese Sachlichkeit aus, manchmal nur blitzt etwas ungewöhnlich Lebendiges auf, in Form oder Beiwerk. Nur Gebäude wie der Post Tower verlieren selbst bei Regen nicht das, wofür sie extra hochgetunt wurden. Sie bewahren im wahrsten Sinne des Wortes ihre Fassade. (Klick auf Mosaik für Großansicht)

 

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Nach dem Regen

Wenn der Regen aufhört, ist es nicht still. Es plätschert, es tropft, es regen sich wieder erste Tiere. Und diese Stimmung war die Kulisse kurz vor Sonnenaufgang, wieder am Annaberger Hof, wieder an der Pferdekoppel. 6 Bilder

Koppel (2 von 7)

Koppel (5 von 7)

Koppel (7 von 7)

Koppel (1 von 7)


Südbrücke II

Wieder auf der Südbrücke in Bonn. Wieder morgens auf dem Rad. Diesmal aber liegt Nebel über dem Rhein. So dumpf wie das Grollen der LKW über die Brückenschwellen.

Blick nach Norden

rhein-2-von-1-3

Blick nach Süden

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Die Lichtbar: Die Bonn-freie Zone

Die Lichtbar: Der Schwesterblog zu Fokus Bonn

Denn ja, es gibt ein Leben ohne Bonn. Viele Blogger konnten dies schon an eigenem Leib erfahren. Und auch ich fotografiere manchmal so… Sachen. Und die haben nichts, aber überhaupt nichts mit Bonn zu tun. Zum Beispiel ganz woanders. Da musste ich was tun…

>>>Click here for my new blog without Bonn<<<

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Aufbäumen des Verborgenen

November. Zeit für Tristesse. Zeit für Barrikaden. Zeit für das Aufbäumen des Verborgenen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Südbrücke, 8:00, nicht absteigen

Südbrücke Bonn: Laut, kalt, diesig, eng. Bremsen, auf dem Sattel bleiben, ein Bein auf dem Boden. Handschuhe aus, Griff in die Tasche, Kamera heben, warten, weiterfahren. Ein Standpunkt, eine Richtung, fünf Bilder (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Orte im Standby

In den Momenten, wenn Orte ihrer Bestimmung entrissen sind, sozusagen im Bereitschaftsmodus verharren, bis sie wieder aufgeweckt werden, wirken sie auch als eigenständige Orte. Ihre Accessoires und Einrichtungen bieten sich an und sind das Einzige, was auf ihren Zweck hinweist. Sie rücken so in den Mittelpunkt. Werden sie aber wieder genutzt, sind sie nur noch Kulisse. Dann bestimmt die Situation das Geschehen:

In der Laube werden Stühle gerückt; Autos rangieren in der Tiefgarage; Jäger lauern im Hochstand; Fußbälle knallen an den Pfosten; Schulkinder schließen ihre Fahrräder ab; Kinder üben auf dem Schulfhof; Angehörige sorgen sich um ihre Verstorbenen. Und die Orte verrichten dabei nur noch treu ihren Dienst. Aus der Serie „Fokus Hardtberg“ (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Einzeln

„Einzeln“ ist für mich nicht „Viele“ oder nicht „In der Menge“. Man kann auch sagen „isoliert“, zumindest fotografisch. Dinge, die aus dem Kontext gerissen ganz anders wirken als dort, wo sie sonst anzutreffen sind. Auf vollen Parkplätzen, gemeinsamen Weiden, um Tische gruppiert. Das macht sie dann so überraschend bis irritierend. Das Thema des Magic Monday von Paleica habe ich als Anlass genommen, Bilder aus der Serie „Fokus Hardtberg“ neu zu kombinieren. Auch schon vorgestellte Bilder bekommen als Serie eine ganz neuen Aspekt. Einzelnes zusammen, paradox. (Klick auf Mosaik für Großansicht)

 


Hardtberg: Ecken

Aus der Serie „Fokus Hardtberg„:

Ecken haben keine eigene Rolle im rauhen Leben draußen auf der Straße. Irgendwo hört etwas auf und geht dann im rechten Winkel weiter. Dazwischen ist eine Ecke. Wenn es gut läuft. Manchmal fängt auch was neues an. Dann gehören sie weder zum einen noch zum anderen. Wenn man sie aber mal zusammen lässt, dürfen sie zeigen wie unterschiedlich sie sind. Manche offenbaren sich in all ihren Facetten, manche juckt das gar nicht und sind, was sie immer sind: Einfach da. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Grauer Rhein

Der Rhein. Lebensader, Wasserbiotop, Wirtschaftsstraße, Freizeitpromenade, Naturidylle. Der Rhein hat viele Gesichter. Und etwas rundergedimmt und farblos (Diesmal auch Thema bei Paleicas Magic Monday) erschließt man vielleicht ein bisschen das, was er wirklich ist: Ein Fluss. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Pferde im Gegenlicht und völlig ohne

Es gibt bessere Momente: Vor dem Sonnenaufgang an einem verregneten Tag ohne Nebel oder sonstiges romantisches Zubehör. Keine Farben, keine Konturen, keine Schatten. Doch die Pferde auf der Koppel am Annaberger Hof im Bonner Kottenforst, die mir zur Zeit jeden Morgen begegnen, strahlen gerade in dieser diffusen Stimmung solch eine Ruhe aus.

Abends bei Sonnenuntergang dagegen wird’s dann doch etwas verklärt. Dann fehlt nur noch der Cowboy für das Pferd. Dennoch der Versuch, die Tiere ohne viel Posing zu erfassen.

Und schließlich ein Bild mit den Reglern am Anschlag. Ich fand, die Kombination der beiden Pferde, aufmerksam und gleichzeitig gelangweilt, mit den gekreuzten Beinen, wirkte irgendwie bizzar und unwirklich. Ich wollte dies mit dem starken Kontrast und Highkey betonen.


Farbenfroh: Ein Monat Fokus Bonn

Paleicas Aktion „Magic Monday“ mit dem Motto „Farbenfroh“ ist mir ein willkommener Anlass, das einmonatige Bestehen dieses Blogs zu feiern (Start, 21. September, Prost!) und mit dem Blick auf die Rolle von Farben mal die letzten Themen Revue passieren zu lassen. Denn meine letzten Aktionen waren alles andere als farbenfroh, sondern ziemlich farblos (z.B. die Serie „Fokus Hardtberg“). Eigentlich!

Farben setze ich momentan sowohl bei der Aufnahme wie in der Nachbearbeitung sehr dosiert ein, wobei allerdings auch ein „schmutziges bräunlich“ eine Farbe ist. Froh natürlich nicht. Eher versuche ich hiermit den Blick zu lenken und eine Stimmung zu fassen, vielleicht einen Überraschungs- oder Verwirrungsmoment zu schaffen, was mal mehr oder weniger gelingt. Hier hatte ich die Einsamkeit der Farbe in einer recht trostlosen Umgebung im Sinn. Ob als „Hoffnungsschimmer“ oder „vergeblichen Kampf“, überlasse ich dem Betrachter:

16:15 Hinter dem Bushof

16:15 Hinter dem Bushof

Dosierter Einsatz von Farbe…und schon widerspreche ich mir selbst, denn die nächste Serie ist ohne Zweifel ohne Farbspektakel nichts wert.

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10 x 4-7 im Quadrat

Bonn: Start am Hochkreuz, hinter den Ministerien und über die Autobahn in die Rheinaue, dann zum Post-Tower. Von dort mit Bus und U-Bahn zum Münsterplatz, Pause im Irish Pub und zum Busbahnhof. Das alles von vier bis sieben mit der Kamera im Anschlag. (Klick Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Oben

Der „Magic Monday“ bei Paleica gibt diesmal das Thema „Oben“ vor. Auch hier schöpfe ich wieder aus dem Fundus der Serie „Fokus Hardtberg„. Vielen Motiven, die auf den ersten Blick belanglos erscheinen, gibt ein Perspektivwechsel nach oben eine buchstäblich neue Dimension. Linien stürzen, der Raum wird gefüllt, Dynamik gewinnt. So jedenfalls die Theorie. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Oedekoven, 15 Uhr, Sonntag

Okay, ich gebe es zu. Es war nasskalt, und auch sonst weniger los als wochentags, Sonntag nachmittag um drei auf Nebenstrecken- und straßen in Alfter-Oedekoven. Der Vorort liegt direkt quasi „hinter OBI“, ist auch sonst kein Fleckchen, das viel Gründe bietet für einen Ausflug. In einer Pause während eines Badmintonturniers meines Sohnes wagte ich trotzdem einen Spaziergang, oder nennen wie es eher „Irrlauf“. Und so sind die Bilder nun mal so, wie sie die Stimmung war. (Klick auf Galerie für Großansicht)


Tennis im Teich

Na sowas. Es gibt Unterwasser-Boccia oder Unterwasser-Schach. Aber Unterwasser-Tennis? Wenn die Bälle direkt nach dem Aufschlag nach oben poppen? Zumindest paar Ballwechsel müssen es wohl gewesen sein. Es dümpeten nämlich mindestens ein Dutzend Tennisbälle auf dem Anglerteich im Derletal in Duisdorf. Sportfotografie mal anders. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Automobile

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Autos sind nützlich, Auto sind Status, Autos sind Verkehr. Aber Autos wirken im Zusammenspiel mit ihrer Umgebung sehr unterschiedlich. Bedrohlich, bizzar, amüsant, ästhetisch. Deshalb stehen bei dieser Serie auch nicht die Automobile im Vordergrund, sondern wie sie sich in die Szene einfügen. So, wie man sie täglich ums sich hat. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Sichtweisen

Auf Basis der Aktion „Magic Monday“ von Paleica rückt das Thema „kreativ“ in den Vordergrund. Ein schwieriges Thema, denn eigentlich habe ich den Anspruch an die meisten meiner Aufnahmen, „kreativ“ zu wirken, mal mehr oder weniger erfolgreich.

Sieht man das Wort im engen Kontext, im Sinne von „Gestalten, Arrangieren“, dann wäre diese Serie für eine Ausstellung in Russland wohl meine bis dato kreativste und aufwändigste.

Ich sehe in Kreativität jedoch darüber hinaus den Versuch, Dinge aus anderen Blickwinkel zu sehen, andere Sichtweisen einzunehmen und so entweder den Charakter noch mehr zu unterstreichen oder den Dingen eine ganz neue „Funktion“ zu geben. Deshalb habe ich aus der Serie „Fokus Hardtberg“ extra für diese Aktion die Bilder ausgewählt, bei denen ich besonders ungewöhnliche Sichtweisen eingenommen habe. Immer im Fokus, das Gewöhnliche zu kitzeln. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Good morning, Kottenforst

8:00 Uhr, Kottenforst. So unaufgeregt wie jeden Tag, doch selbst seine Rodeflächen lassen mich  kurz absteigen.  (Klick auf das Bild für größere Ansicht)

Good morning, Kottenforst

Good morning, Kottenforst

Good morning, Kottenforst

Good morning, Kottenforst

Good morning, Kottenforst


Hardtberg: Verlassen

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Verwaist, vergessen, verlassen. Ob zeitweise oder länger: Orte, die zurückgezogen ihr Dasein fristen, erwartungsvoll neuen Zeiten entgegen blicken oder einfach eine Pause machen, faszinieren mich. Es gibt so viel zu entdecken, was in ihnen schlummert, wenn sie gerade mal nicht „nützlich“ sind. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Beethoven Variationen

Neue Bilder von der Klangwelle Bonn. Diesmal im Fokus: Beethovens Hintern. Ganz ohne Ton, aber den hört man live ja auch kaum. Zwei Anwohner fühlen sich gestört… Da hat ihnen der Vermieter / Verkäufer aber einen bösen Streich gespielt, als er ihnen „Ruhige Lage, mit guter Verkehrsanbindung“ versprach. Am Bonner Münsterplatz. Wie soll man das denn ahnen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Institutionen

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Schulen, Kirchen, Ämter, Krankenhäuser: Täglich wirken sie wie Magneten. Ziehen ihr Publikum an oder stoßen es ab. Begleiten es meist in zeitlich begrenzten Lebensphasen, sind aber kontinuierlich vor Ort. Interessant, wenn man ihnen mal ganz ohne Grund außerplanmäßig begegnet. (Klick auf Galerie für Diashow)


Beethoven rocks

Klangwelle 2013: Der Münsterplatz verwandelt sich in ein Farbenmeer aus Lasershow, Wasserfontänen, Feuerspektakel. Musikcollage.. Und mittendrin der alte Beethoven, der sich wundert, was das alles eigentlich soll. (Klick auf Galerie für Diashow)


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Gefährten in ewiger Ruhe

Wenn Kinder sterben, ist dies nicht nur unsagbar furchtbar, sondern es verfliegt ein Zauber. Um diesen Zauber noch festzuhalten, schmücken Angehörige die Gräber mit Puppen und Spielzeug. Als ob der Geist noch in dieser Welt weiterlebt. Dies ist nicht kitschig, nicht naiv, nicht albern. Dies ist Liebe. Hier auf dem neuen Friedhof in Bonn Lessenich.

(Passend zur Aktion „Magic Monday“ bei Paleica mit dem Thema „ewig“ und das gar nicht so traurig, wie es auf dem ersten Blick aussieht, denn viel schlimmer wäre Vergessen)

Treu Wartende

Treu Wartende

Im Dickicht

Im Dickicht

Tanzen in der Stille

Tanzen in der Stille


Hardtberg: Schlafplätze

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Spiel-, Sportplätze und Bolzplätze sind Orte der Begegnung. Hier wird gespielt, geschwitzt, gelacht, gestritten. Aber verwaist ohne Ball und Gegner wechselt ihre Aufgabe in standhafter Bereitschaft, auch wenn Wetter und Umfeld hoffnungslos erscheinen. Eine eigenartige -wie soll man es nennen?- Gastfreundschaft strahlt die Szenerie aus, als ob die Sportgeräte flüstern: „Wo ist dein Ball?“ (Klick auf Galerie für Großansicht)


Alter Friedhof

Es ist nicht, weil die Bonner Prominenz hier die letzte Ruhe gefunden hat, nicht wegen der schmuckvollen Gräberausstattung. Es ist der Zerfall von Ästhetik, der diesem Ort den morbiden Charme gibt. Manche Male und Figuren harren aus wie Wächter der Zeit. Ohne Eile. So strahlt der alte Friedhof auf dieser Ebene nicht Melacholie aus, sondern Entschleunigung. Als ob viele Stimmen sagen: „Mach es wie wir, halte inne!“ (Klick auf Galerie für Großansicht)


Hardtberg: Straßensichten

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Kulissen, die sonst wie visuelle Leitplanken durch den Alltag Hardtbergs führen, treten aus ihrem Schatten. Triviales wird plötzlich vertraut und zeigt seinen Charakter. (Klick auf Galerie für Großansicht)