Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

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Die vier wichtigsten Fotos 2014

Wieder nach 2013 habe ich mein Archiv durchstöbert und nach Bildern gesucht, die symbolisch meinen fotografischen Weg 2014 widerspiegeln. Also nicht meine vermeintlich besten Arbeiten, sondern die mit der größten Erkenntnis, der größten Bedeutung, dem größten Schritt für mich aus fotografischer Sicht. Private Motive mal außen vor gelassen. Ich habe vier Aspekte herausgegriffen, die mich 2014 beschäftigt haben und auch noch 2015 werden:

1.) Die entscheidene Frage

Ich fahre die Strecke über 100 mal im Jahr mit dem Fahrrad. Am Annerberger Hof bietet sich mir oft ein ähnliches Bild: Eine große Weide mal mit, mal ohne Pferde, mal verhangen, mal bunt. Eine typisch deutsche Alltagslandschaft. Aber ich bleibe immer kurz stehen, ob mir etwas ins Auge springt.

Und nur an diesem einen Tag, innerhalb einer halben Stunde (vorher kein Licht, hinterher kein Nebel) kam der Moment, den ich gar nicht erst suchen musste. Die Magie des Moments ist oft nicht bestimmt durch die Suche nach ihr, sondern ihr unerwartetes Auftreten. Hier gibt es keine Anleitung.

Diese Gelegenheit fotografisch zu nutzen bedarf natürlich erstens einer Kamera. Ich habe regelmäßig meine Kompaktkamera bei mir, gerade dann, wenn ich keine Motive erwarte. Der zweite Aspekt ist, diese kurze Zeit auch gestalterisch und technisch richtig zu nutzen. Ich habe nur die eine Chance. Habe ich den richtigen Bildausschnitt? Richtige Einstellungen? Gibt es andere Perspektiven? Aber vor allem:

Was macht diesen Moment aus?

Was will ich überhaupt fotografieren? Denn Magie -in welcher Form auch immer- ist nicht so recht greifbar und noch schwerer in Pixel zu transportieren. Diese Frage stelle ich mir seit diesem Moment am Annerberger Hof ganz bewusst immer wieder, und zwar wirklich wörtlich formuliert. Die Aufnahme einer Situation ist für mich nie die 1:1 Abbildung einer Situation,  sondern immer die Betonung eines Aspektes (was mal besser und mal schlechter gelingt).

Annaberger Hof

2.) Der eigene Auftrag

Ich bin unfähig zu finden, ohne zu suchen. Schnappe ich mir nur meine Kamera und strolche durch ein selbst gestecktes Terrain, dann knipse ich mal hier und mal da und mit Glück ist auch ein gelungenes Bild dabei, aber ich habe immer das Gefühl, dass ich das Wesentliche, was bei mir oft das Unwesentliche ist, übersehe.

Seit meiner Tour über den bombastischen Flohmarkt in den Rheinauen ist mir das bewusst geworden. Skurrile Geschichten hinter den Dingen auf den Tischen, lebhafte Feilscherei davor, Kommerz neben Liebhaberei. Und wollte ich zunächst alles einfangen, so hatte ich während der ersten halben Stunde nur belanglose Motive, die ich hinterher wieder aussortiert hatte. Also setzte ich mir ein ganz konkretes thematisches Ziel „Widersprüche“, später im Zuge des Pabuca-Themas Zodiac noch „Sternzeichen“.

Diese Vorgehensweise birgt natürlich die Gefahr, Gelegenheiten zu verpassen, aber es eröffnet für mich das Eintauchen in Themen, die ich so noch intensiver erforschen kann. Seit dieser Tour formuliere ich mir immer einen „Auftrag“, den ich erfüllen will, für mich selbst.

Sturzflug

3.) Bewusstes Lehrgeld

Seit zwei Jahren konzentriere ich mich auf urbane Fotografie jenseits der Orte, die ins Auge fallen oder nehme Aspekte bekannter Plätze durch die Hintertür ins Visier. „Aus dem eigenen Schatten heben“ nenne ich diese Art. Diese Vorgehensweise hat den ungemeinen Vorteil, dass ich mich lange mit einem Objekt auseinandersetzen darf, teilweise sogar in mehreren Anläufen. Richtige Objektivwahl, Fokus, Blende…

Ich habe mir für 2015 vorgenommen stärker Events und Personen in den Blickpunkt zu rücken. Neben der Herausforderung, hier auf Menschen zuzugehen, sowohl fotografisch wie auch zur Klärung des Persönlichkeitsrechtes, sind hier ganz andere fotografische Qualitäten gefragt. In Sekundenbruchteilen ändern sich Situationen, ein minimal falsch gesetzter Fokus zerstört die gesamte Bildaussage.

Bei der Sportfotografie potenziert sich dies noch um die Geschwindigkeit und Unvorhersehbarkeit der Ereignisse. So hatte ich bei meiner ersten Session bei den Duisdorfer Ringern 500 mal den Auslöser betätigt, um mit ca. 30 Bildern zufrieden zu sein. 10 sind es wert, veröffentlicht zu werden. Das war schmerzlich, denn viele Aufnahmen hatten Potenzial…aber waren falsch fokussiert, abgeschnitten, schlecht im Bildausschnitt komponiert, falsch belichtet. Zu 80% soweit ok, aber für mich eben nur 80%.

Dennoch hat mir diese Serie die Augen geöffnet, hier mehr zu üben, und sei es bei belanglosen Events und ohne den Anspruch auf verwertbaren Output. Das ist neu für mich. Lehrgeld zahlen ohne Ergebnis. Aber dann auch nur in dieser Disziplin und nicht mal hier und mal da mit irgendwelchen Techniken was auszuprobieren. Schritt für Schritt.

Fokusbonn_Bilder2014_1

4.) Die Balance finden

Der Posttower siehe unten war das erste Bild, das ich aus der Serie „Fokus Bonn“ verkaufen konnte, und ich war sehr stolz darauf, denn 90 € aus dem eigenen Geldbeutel sind noch ein anderes Kaliber als ein „Like“ oder Schulterklopfen.

Und die Motivationen von nicht professionellen Fotografen, ihre Bilder zu veröffentlichen -ob online oder offline- mögen unterschiedlich sein, aber ich denke bei jedem schwingt die Absicht mit, sich zu „äußern“ und dass diese Äußerung nicht im leeren Raum verhallt. Ich muss mich jedoch immer dann, wenn ich eine Auswahl treffen muss, zum Beispiel für eine Ausstellung wegen begrenztem Platz oder natürlich auch einer Kostengrenze, folgende Fragen stellen:

Entspricht die Auswahl nur dem fotografischen Konzept, oder auch meiner Leidenschaft für sie? Sind diese Bilder ich selbst oder erwarte ich hier nur das größtmögliche Feedback? Habe ich einen -meinen- Stil konsequent zu vertreten? Will ich Bilder verkaufen oder zeige ich Bilder, die der Betrachter, selbst wenn der sie wertschätzt, sich nicht ins Wohnzimmer hängt? Ist andererseits der „künstlerische Anspruch“, was Eigenes zu schaffen, fremdgesteuerter, als ich mir zugestehe?

Auch durch die Bloggerei laufe ich manchmal Gefahr, „schöne“ Bilder zu posten. Sie werden einfach besser angenommen, siehe mal die „Hot posts“ in der Sidebar. Das macht sie natürlich auch zugänglicher, berechenbarer und damit auch beliebiger. Aber steht das überhaupt im Vordergrund? Insofern war für mich die Auswahl zur „Fokus Bonn“ eine Herausforderung, die Waage herzustellen zwischen Aufmerksamkeit und eigenem Anspruch, ohne mir untreu zu werden.

So steht das Posttower Bild für mich als die stetige Schleife für eben diese Frage: Für wen oder was fotografiere ich? Die Antwort „Natürlich für mich selbst, und wenn es anderen gefällt, freut es mich.“ greift es jedenfalls nicht.

Fokusbonn Saal+Bild (1 von 1)

Wer will, kann Bilder der Serie „Fokus Bonn“ am Samstag, 17.1., 15:00 Uhr bei der Vernissage in der Goethestraße 33 anschauen und mit mir die vielen Fragen beantworten, 😉 Einfach nur hier als Kommentar ankündigen.

(mehr …)

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Köln von Bonn

20 -22 Uhr. 30 km.

 

Köln2 (2 von 4)

Köln2 (3 von 4)

Köln2 (4 von 4)

 


Spielfrei

 

 


Das kleine Stückchen Wald

Jeden Morgen, wenn ich mit dem Fahrrad daran vorbeifahre, wird mein Blick magisch angezogen von dem kleinen Fleckchen Erde. Was hat sich getan? Wie bricht sich das Licht durch das Dickicht? Wie fleißig waren die Waldarbeiter ? Verwischen letzte Nebelschwaden den holzigen Boden? Es ist ein kleines Stück Brachland im Kottenforst, dass sich während eines Jahres immer ein wenig verändert hatte. Von abgeholzter Rodefläche über Pflanzen, die sich ihren Weg Bahnen bis zum wiederaufgeforsteten Stück Wald mit noch zarten Bäumchen und das alles im Wechsel der Jahreszeiten. ( 4 Galerien, Klick auf Bild für Großansicht)

September 2014:

Was vorher geschah:

Oktober 2013:

Dezember 2013:

Februar/März 2014:

 


Kleines Fest am Rande

Das Derletalfest. Ein bisschen habe ich mich in dieses kleine Fest verliebt. Nicht nur, dass es in unmittelbarer Nähe ist, sondern die familäre Athmosphäre und der Bezug zu ihren „Machern“ schafft viel Heimatgefühl.

Ich kann mich noch gut erinnern, als wir 2007 nach Bonn zuzogen und mit diesem Fest den Stadtteil Hardtberg einen großen Schritt näher kennenlernen durften. Das gilt sowohl für die Leute aus Nachbarschaft, Duisdorf und Umgebung, die sich hier treffen und feiern, wie auch für Vereine und Gruppen. Insbesondere Duisdorf mit seinem lebendigen und gemischten Sozialleben (vom Weinfest ohne einzigen Weinberg über RingerVerein bis zur Hardtberger Kulturnacht)

Die sich nicht nur mit einem Infostand vorstellen, sondern mit kleinen Attraktionen und viel Einsatz das Fest mit Herz und Hand gestalten. Von Bierständen über Waffeln bis Cocktails. Von Darbietungen (Tanzgruppen)  über Performances (Hundestaffel des THW) bis zu Kinderaktivitäten (Bogenschießen der Pfadfinder). Bis zum Finale dann lokale, aber meist überregional bekannte Bands den Abend rocken.

Letztendlich ist es die Summe der kleinen Beiträge, die aus dem kleinen Fest etwas Großes macht. Hier erst um 15:00 Uhr. Klick auf Galerie für Diashow (fotografiert mit Smartphone Sony Xperia Z1 compact).


Das Material hinter der Ausstellung

Fokusbonn Saal+Bild (1 von 1)-2Sie hängen. Über 20 „Fokus Bonn“ Bilder zur Hardtberger Kulturnacht prangen an den Duschkabinen im Bäderstudio Pinsdorf (Bonn- Duisdorf) und warten auf Betrachter am nächsten Samstag, 13.9. Also teilen, verlinken, rebloggen, twittern oder –ich wage es kaum auszusprechen- einfach weitersagen.

Ich habe mich wie letztes Jahr zu „Fokus Hardtberg“ auch dieses Jahr wieder auf die bewährten Materialien und Anbieter verlassen. Ich werde hier von niemandem bezahlt, bin aber so überzeugt, dass ich euch meine Quellen mal vorstellen möchte.

Über Saal digital beauftrage ich in der Regel alle meine Abzüge und Poster, aber auch andere Oberflächen. Nicht nur, dass ich bisher weder in der Abwicklung noch Resultat Ausfälle zu beklagen hatte (außer einem Halterungproblem bei Dibond Drucken, das aber kulant gelöst wurde), so ist Saal auch sehr schnell. In der Regel sind die Abzüge oder Poster gut verpackt am übernächsten Tag da.

Fokusbonn Saal+Bild (1 von 1)Die Bilder habe ich auf Hahnemühle Photo Rag Papier, 308 g, drucken lassen. Nicht ganz billig, aber die matte, fast samtige Oberfläche ist sehr präzise in der Wiedergabe und gleichzeitig edel in der Eigenstruktur, ohne das Bild „zu stören“. Im Format 30 x 40 werden die Drucke nicht gerollt geliefert, auch ein Vorteil, um sie plan hinter das Passepartout zu bekommen, ohne sie aufziehen zu müssen oder an allen Seiten des Passepartouts zu befestigen (was nicht gut wäre, da das Material arbeitet und sich so wölben kann). Ich präsentiere die Bilder nicht hinter Glas, da so viel von der visuellen Kraft des Materials verloren gehen würde.

Die Passepartouts beziehe ich über Passepartout-versand.de. Nicht nur, dass dies deutlich günstiger ist als meine lokalen Quellen, sondern auch die Auswahl (viele Serien-Passepartouts), Qualität (Material und keinerlei Schäden), individuellen Möglichkeiten (Maßanfertigungen) und die Verpackung (Holzkiste) haben mich bisher immer zufrieden gestellt. Mit 10 € Versandkosten und Mengenrabatten lohnt sich eine Bestellung aber erst ab einer bestimmten Menge.

Fokusbonn Saal+Bild (1 von 4)Schließlich kaufe ich die Alu-Wechselrahmen, vor allem in der Menge (30 Stück) über Alutech.de. Auch hier stimmt der Preis und die Qualität, die Gärung liegt 1a auf Stoß (siehe Bild), womit ich bei anderen (Marken!-) Anbietern schon mal Probleme hatte und das gebürstete Aluminium hat keine Unregelmäßigkeiten. Es gibt unterschiedliche Varianten in Form und Farbe. Das Glas ist wählbar über Normalglas, Plexiglas, entspiegelt oder nicht (ich nutze Normalglas, weil ich es ja eh hinter das Bild lege. Entspiegeltes Glas ist bei Passepartout nicht zu empfehlen wegen der Lichtstreuung). Die Holzrückseite ist stabil und dick und die Halterungen einfach zu befestigen. Auch hier macht aber ein Einzelauftrag preislich wenig Sinn durch die Versandkosten von 10 €.

Fokusbonn Saal+Bild (4 von 4)Passend zur Ausstellung „Fokus Bonn“ habe ich ein Fotobuch über Saal digital angefertigt mit 32 Bildern (Format 28 x 28 cm). Das ist auch nicht ganz billig, doch die Qualität überzeugt. Manchmal muss man hier auf Aktionen warten.Fokusbonn Saal+Bild (3 von 4)

Die Seiten werden belichtet und nicht gedruckt, behalten somit mehr Brillanz. Die Seiten sind quasi doppelseitig verbundene Fotoabzüge und damit sehr stark. Diese sind in matt und glänzend bestellbar, wobei glänzend noch brillianter ist, aber auch deutlich anfälliger für Fingerabdrücke, was bei Büchern ein echtes Kriterium ist. Ich nehme immer matt.

Fokusbonn Saal+Bild (2 von 4)Besonders interessant ist die Panorama Bindung, wodurch auch Fotos über zwei Seiten möglich sind. Wo sonst die normale Buchbindung ein planes Bild verhindert und man in die gewölbte „Ritze“ gucken muss, ist hier nur ein leichter Knick zu erkennen. Somit konnte ich einzelne Bilder in dem Buch im Format 28 x 65 cm drucken lassen, was einen ganz anderen Eindruck bei aufgeschlagenem Buch verschafft.

Genug der Schwärmerei! Kommt einfach vorbei und schaut sie an. So kann man sich vielleicht mal persönlich kennenlernen.

Wenns nicht klappt: Die Bilder hängen von heute  bis zum 20.9!


Für 5 Minuten IV

Ich war wieder unterwegs für euch (hier, hier und hier ja auch schon). Habe extra viel getrunken, um die Plätze Bonns aufsuchen zu können, die so widersprüchlich sind wie keine andere: Man will nicht hin, aber verspürt einen unbändigen Drang nach ihnen.


Bild

Einstimmung am Rhein

Rhein (3 von 3)


Galerie

Sunday special: Hardtberger Kulturnacht 2014

Die Vorbereitungen zum 13. September („Fokus Bonn“ bei der Hardtberger Kulturnacht) gehen in die heiße Phase. Die Bilder werden gedruckt, das dazugehörige Buch wurde es schon. Das ist schon immer so eine Mischung zwischen Vorfreude und Unbehagen den Knopf für einen doch für den Geldbeutel empfindlichen Online-Auftrag (Saal digital) zu senden. Format richtig für das Passepartout gemessen? Einstellungen auch auf Papier kompatibel? Nichts übersehen? Ist das wirklich die richtige Auswahl? Aber ich will es so!

PABUCA

Event tip for an exhibition in Germany, so just in german (6 pictures):

Die Hardtberger Kulturnacht am Samstag, 13. September 2014 (ab 18 Uhr) ist ein gleichermaßen anregender wie entspannender Anlass, bei dem sich zahlreiche Künstler von Dichtern, Malern und Musikern in den Geschäften und Gastronomiebetrieben mitten in Bonn Duisdorf vorstellen können. Ein lokaler, kultureller Treffpunkt gemischt mit Kulinarischem und Kölsch. Inzwischen die 7. Ausgabe. Und ich kann dazu meinen Beitrag leisten:

Fokus Bonn (2 von 3) Rheinpromenade

Wie letztes Jahr mit dem Motto „Fokus Hardtberg“ (übrigens auch ab 21.10. in der VR Bank Duisdorf) habe ich dieses Jahr wieder das Vergnügen im ungewöhnlichen aber irgendwie charmanten Ambiente zwischen Duschkabinen einige meiner Fotos auszustellen (Bäderstudio Pinsdorf). Ich hoffe, bei einem Glas Prosecco wieder so viele Leute zu treffen, die sich für Bonn abseits der Postkartenromantik interessieren.

Das Motto dieses Jahr: „Fokus Bonn“

Wenn ich Orte in Bonn aufsuche, die sonst nur als triviale…

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Stationen

Bonn besitzt nicht viele U-Bahn Stationen, nur ein paar vom Hauptbahnhof bis zur Museumsmeile und eine in Beuel. Und alle sind funktionelle Relikte des alten Schlags, vielleicht noch etwas aufgehübscht im Stil der Siebziger und Achziger. Dennoch vermitteln sie ihren eigenen Charakter im Zusammenspiel mit dem Licht. (Kein Bild ist coloriert, nur im Kontrast stark bearbeitet.)


An die Sonne

WCCB

WCCB von der Kennedybrücke

An die Sonne

Oh Sonne, was kann ich dafür,
dass ich hier wohn’ nicht artgerecht,
die falsche Zone, Wetter schlecht,
gemäßigt, fern der Côte d’Azur?

Warum wurde ich Sonnensohn
in dieses Land nur strafversetzt?
Ich bin und bleibe, tief verletzt,
ein Irrtum der Evolution.

Für Liegestühle, Meeresbad
und Grillbesteck fühl’ ich nun mal
mich anatomisch ideal:
Was soll ich hier bei achtzehn Grad?

Oh Sonne, ich vermiss’ dich so,
ach komm’, doch halt’ die Nächte kühl,
zum Wochenende, nicht so schwül,
und bitte sonst nach dem Büro.

CG

 


Der Bonner Münster und seine Gesten

Nun, eigentlich ist der Bonner Münster eine Kirche wie jede andere, nur eben ein bisschen größer und mit mehr drin. Das klingt jetzt nicht gerade ehrfürchtig, aber öffnet nach dem Oh und Ah zur Größe (auch wenn noch klein im Vergleich zu anderen Städten) den Blick für das Detail. Und es überrascht, welche unterschiedliche Gesten man erkennt, wenn man den Fokus nur auf die Hände in dieser Kirche legt. Eine spannende Entdeckungsreise. Ich habe allerdings kapituliert, nachdem ich versucht hatte, Hände in Taschen oder beim Jucken oder so zu finden. Oder einfach mal Hände, die nur dumm rumhängen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Bild

Schattengang

Summer (1 von 1)


Für 5 Minuten III

Nach Teil 1 und 2 nun der dritte Stuhlgang. Also die würzige Luft atmen, dem Gurgeln des Wassers lauschen und gemütlich hinsetzen!


Die Kennedybrücke

Die Kennedybrücke ist eine der drei Rheinbrücken in Bonn. Sie verbindet innerstädtisch die linke mit der rechten Rheinseite (Beuel). Und sie ist…voll. Vor allem, wenn eine der anderen saniert wird. Ein Gang von Osten nach Westen:


Trödler

Der Flohmarkt in den Rheinauen.

Rheinaue (1 von 2)

Nirgends prallen Angebot und Nachfrage so geballt und gleichzeitig so zerhackt in die unterschiedlichesten Bedürfnisse aufeinander.

Rheinaue (2 von 2)

 

 


Public Viewing Bonn Duisdorf

Der TKSV ist ein Beispiel für Duisdorfs recht gut funktionierendes Vereinsleben. Jedes Spiel Deutschlands wird in der Schmitthalle, einer kleine, etwas in die Jahre gekommenen Mehrzweckhalle, übertragen. Und nur den fleißigen Händen vieler Ehrenamtlicher ist es zu verdanken, dass zu moderaten Preisen, Bier, Cola und Bratwurst angeboten werden können. Eine wohltuende Alternative zum extremen Rummel an anderen zentralen Plätzen, mit Bier für 3 € und drei Dixiklos, wenn man denn mal rankommt.


Die Brücken am Damm

Zweiter Teil nach der Vorstellung des Konrad Adenauer Damms. Nur wenige Ampeln und ein paar Unterführungen, aber vor allem sechs Brücken verbinden den Brüser Berg (ehemalige Siedlung vieler Beamter, als Bonn noch Bundeshauptstadt war) sowie Medinghoven, das sich mit seinen mehrstöckigen Wohnklötzen etwas zum Auffangbecken entwickelt, mit Duisdorf und seiner beschaulichen Fußgängerzone, regem Vereinsleben und boomenden Einfamilienhäusern mit Grundstückspreisen von 500 € pro Quadratmetern.

Die Brücken wirken wie brüchige Nahtstellen, die hoffentlich noch lange die beiden Stadtteile zusammenhalten.


Der Damm

Der Konrad-Adenauer Damm fließt wie ein Strom durch Hardtberg und trennt das beschaulich bürgerliche Duisdorf im Dunstkreis unterschiedlicher Ministerien vom Brüser Berg und Medinghoven, das durch Fehlpolitik teilweise in das soziale Abseits rutscht. Mittendrin diese vierspurige Straße, die niemals überlastet ist, aber immer befahren genug, dass er nicht ohne Brücke überquert werden kann.


Bild

1:0

image


Sommerlaune

Ohne dass ich hetze, flitze,
läuft der Saft in meine Ritze.
Bleibe kleben, wenn ich sitze.
Weil ich schwitze, schwitze, schwitze.

„Einen Tag lang, auch bei Hitze!“
Mieses Deo, machst du Witze?
Eine Stunde wär’ schon spitze.
Denn ich schwitze, schwitze, schwitze.

Wo sind Hagel, Donner, Blitze?
Wolkenbruch! Mensch Himmel, spritze!
Schauerchen? Paar kleine, klitze?
Nein, ich schwitze, schwitze, schwitze.

CG

Sommer (1 von 1)


Bonn Triathlon 2014 (II)

Nach der ersten Disziplin in Teil I hier der zweit und vor allem dritte Teil der Tortour. To be continued…

 


Bonn Triathlon 2014 (I)

Es ist eines DER sportlichen Events in Bonn. Der Bonn Triathlon. Aber was bin ich glücklich, dass ich mich bei 30 Grad auf die langsame Bewegung des Auslöser Drückens und das anschließende Kölsch konzentrieren konnte. Hochachtung vor der Leistung jeden Teilnehmers. Hier Teil eins mit dem Start von zwei Rheinfähren für 3,8 km Schwimmen im Rhein. To be continued…

 


Kontraste

Man geht vorbei, man geht zurück, und erst im Ausschnitt offenbart sich die Szene.

Widerspruch (2 von 2)

Widerspruch (1 von 2)

 

 


Bild

Break

break (1 von 1)


Bild

Work Life Balance

Work Life Balance


Tot oder lebendig

Der Flohmarkt in den Rheinauen (einer der größten Deutschlands) ist ein Mekka für Fotografen. Selten stehen solche Extreme nebeneinander, die heilige Maria neben Superman, der Porzellan-Elefant neben der Lava-Lampe. Totes wird wieder lebendig.

Geschmack spielt hier keine Rolle. Wie ein Treffpunkt von Skullitäten, die ihre Auferstehung feiern oder das letzte Mal das Tageslicht sehen.

Doch gerade die Zwischenwelt von ehemals Lebendigen oder was vor nicht allzulanger Zeit noch liebkost wurde und sich jetzt im Überlebenskampf anpreisen muss, hat so etwas Untotes, bei dem ich nie weiß, ob ich es äthetisch, lustig oder gruselig finde. Auf jeden Fall aber faszinierend. (Klick auf ein Bild für die Diashow, als Galerie etwas konfus)


Für 5 Minuten II

Liebe auf der Toilette, Royale Geschäfte in Purpur, Discostrullen im Rathaus, Klassisches um die Ecke pinkeln, Deutsch-gediegene Sitzungen im Irish Pub oder Wasserspülungen im Wald. Die Orte, wo man mal richtig loslassen kann, sind vielfältig. (Teil I hier)


Bilder mit einem Freund

Eigentlich sind es nur ein paar Bilder einer gemeinsamen Fototour durch Bonn. Eigentlich nichts Besonderes. Eigentlich zwei chillige Tage, wie wir beide sie schon öfter verbracht haben. Aber diese Vertrautheit, das Normale, Unaufgesetzte macht sie so besonders, dass selbst solch Wochenenden haften bleiben, wie wir sie in den 25 Jahren Freundschaft schon so oft erlebt haben. So werden auch diese Bilder hier immer, wenn ich sie sehe, verbunden sein mit dir, mein Freund.


PABUCA Outtakes: Homes

Im Rahmen von PABUCA Homes habe ich mich etwas  in Häuser Bonns hineingefühlt. Zugegeben, ein bisschen paranoid ist es ja, aber irgendwie flüstert jedes Haus eine Botschaft zu seinen Bewohnern. Ob schützender Mantel oder selbsterschaffenes Monster, bemutternd oder abgründig. Welche Botschaft passt zu welchem Haus?

Versuch’s selbst. Ordne die Botschaften zu:

(mehr …)


Museumsflächen

Mit Markus on Tour. Das Kunstmuseum Bonn ist da Pflicht.


PABUCA Outtakes: Lines

Die Stadt (plus Umland)  ist ein Eldorado für Linien: Dicke, dünne, wichtige, unwichtige, krumme, gerade, gebaute, natürliche, steinernde, stählernde, flüchtende, rechtwinklige, gemalte und und und. Fast alle haben einen Zweck, mindestens aber sind sie Nebeneffekt einer Absicht. So habe ich lange überlegt, was denn so meine „Lieblingslinien“ für das Pabuca Thema „Lines“ sind. Was ist die Bonner Linie? Die eine ist hübscher, die andere grafischer, die dritte vielleicht spektakulärer, aber eigentlich sind alles einfach … Linien… (hier mein Versusch, sie zum Leben zu erwecken)

 

 


Präsentiert zur Wiedergeburt

(3 Bilder) Der Flohmarkt in der Rheinaue in Bonn ist einer der größten Deutschlands. Für Verkäufer wie Käufer ein Schlaraffenland, man muss nur gut feilschen. Für die Dinge, die wahrscheinlich jahrelang ihr Dasein in dunklen Ecken fristen mussten oder kurz nach ihrer  Ausmusterung einen plötzlichen Tod starben, die Chance zur Wiedergeburt. Also: zeigt euch!

Flohmarkt (1 von 5)

Flohmarkt (3 von 5)

Flohmarkt (5 von 5)


Stadthaus II

Stadthaus, 2. Teil. Ich bekam die Nummer T43. Und irgendwie kamen mir alle Menschen, die an den Fassaden vorbeihuschten oder warteten vor wie Nummern. Oder ehemalige.


Stadthaus I

Neue Nummernschilder. Eine halbe Stunde warten. Handykamera. Am Stadthaus Bonn sieht man, woher Bonn kommt. Das stadtgewordene Behördentum.


Für 5 Minuten

Toiletten werden unterschätzt. Ein Muss, kein Wollen. Maximal 5 Minuten, alles andere wird kritisch. Draußen warten die anderen. Nicht länger als nötig. Ein Blick in den Spiegel. Aber dennoch ein kurzer Moment der Stille. Und weiter geht’s…


Galerie

Abfahrt Poppelsdorf


Bild

Der Rhein von oben

Lines (1 von 4)


Arithmeum Bonn

Das Arithmeum in Bonn (hier auch bei PABUCA zum Thema „Exhibition“) zeigt Rechenmaschinen über die Jahrtausende von Knüpfseilen über Tische mit Räderwerken, Rechenschiebern sowie feinmechanische Tüfteleien bishin zu elektrisch gesteuerten Maschinen und schließlich Großcomputern.

Das Spiel der Algorithmen werden viele nicht verstehen können, mich eingeschlossen, jedoch der Erfindergeist, das sensible Spiel mit den Zahlen und die Umsetzung in so komplexe  Werke versprüht eine Ästetik, der man sich nicht entziehen kann. Erst Recht wenn man, wie ich, mit Makro entdecken kann, mit welchen Griffen manche der guten Teile genutzt wurden, erkennt man das Leben in ihnen.

Hier nach Klick zur Diashow weitgehend chronologisch geordnet.


100 Meter Bahn

8:00 Uhr, Probsthof, Gleise


Die Baustelle

Südbrücke, Bonn, 1 km, 4 Bilder.

Baustelle_Südbrücke (1 von 6)

Baustelle_Südbrücke (2 von 6)

Baustelle_Südbrücke (3 von 6)

Baustelle_Südbrücke (4 von 6)


PABUCA Outtakes: Night

Neues Thema bei PABUCA: Night.

Fotografisch immer wieder eine Herausforderung, gerade in der Stadt mit solch vielen Lichtquellen, die hinterher so überstrahlen, dass sie optisch alles plattmachen oder alternativ alles andere absaufen lassen.

Und natürlich die Verwacklungsgefahr (damit meine ich nicht die Bewegungsunschärfe des Objektes, wenn gewollt). Es gibt ja Motive, die erst wirken in ihrer Beiläufigkeit, wenn sie verwackelt sind. Flüchtige Momente, gerade erwischt und eingefroren. Oder der Effekt diffuser, distanzierter Stimmungen – wie in der Musik das gewollte Knistern einer LP oder ein quäkendes Megaphon.

Ich frage mich trotzdem erstmal, ob dieses Motiv aussagekräftiger wäre, wenn es scharf wäre. Kann ich das bejahen, landet es in der Tonne. Und das passiert oft. Dann ist es schlichtweg mit den falschen Mitteln fotografiert für mich, ein fauler Kompromiss.

Schlimmer noch, wenn es nur leicht verwackelt ist. In dem Fall tritt der Effekt sofort als Fehler in den Vordergrund. Es macht mir keinen Spaß mehr, das Bild zu betrachten. Schade um die Situation, sei sie noch so außergewöhnlich, aber es ist dann so wie ein virtuos gespieltes Solo, bei dem während  der Aufnahme die ganze Zeit ein Transistor brummt. Der Hörgenuss ist flöten.


PABUCA Outtakes: Rain

Was übrig blieb vom PABUCA Thema „Regen“.


Stühle an der Bahn

Vielleicht 200 Meter an der Bahn entlang, dazwischen nur ein Fahrradweg, liegen die Kleingärten. Im Winter verwaist, im Frühling auf Trab gebracht, im Sommer genutzt mit den unterschiedlichsten Gemüse. Und überall diese Stühle, die in den intensiven aber kurzen Arbeitsphasen danach lechzen, ihren Dienst verrichten zu dürfen.


Nichts als ein bisschen II

Das, was der Nebel nicht verschlingt, offenbart er umso mehr.

Rodefläche

Weide


Nichts als ein bisschen I

Es ist doch schön, dass die besonderen Momente oft dann geschehen, wenn man sie nicht erwartet.

Nebel (1 von 3)


Steinerne Zeugen

Die Kreuzbergkirche in Bonn. Ein Ort mit Geschichte (siehe Link). Inklusive heiliger Stiege, über die man sich auf Knien „raufbeten“ kann und allem PiPaPo an Malerei und Bildhauerei. An sich mag ich diese sakralen Leidensgesten der Statuen und Bilder nicht, die mir ein schlechtes Gewissen machen wollen, aber dieser Ort strahlt selbst an einem schönen Samstag Nachmittag nach herrlicher Sicht über Bonn eine angenehme Ruhe aus.  (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Ein Kreuz

Ein kurfürstliches Kreuz (Anno 1750) im Kottenforst. Einem einzelnen Motiv zu begegnen und sein Charakter zu ergründen und anschließend zu analysieren und zu schärfen, ist wie einen Brief an eine flüchtige, aber interessante Bekanntschaft aus der Hotelbar zu schreiben, bevor die Zeit die Begegnung verwischt.


PABUCA Outtakes: Business

Ein Sammelsurium an Bildern, die es nicht in die Auswahl für das Thema „Business“ bei PABUCA geschafft haben, weil sie einfach ein Sammelsurium sind.


Kneipenkarneval von draußen

Das ist schon irre. Eine Stunde anstehen, um drinnen eng gedrängt die Kölsch zu kippen, Lieder zu grölen und sich ins Ohr zu schreien. Das nennt man dann Gemeinschaftsgefühl. Klingt abschreckend? Soll es aber gar nicht… 🙂