Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

Sprechende Steine

Der Bonner Münster und seine Gesten

Nun, eigentlich ist der Bonner Münster eine Kirche wie jede andere, nur eben ein bisschen größer und mit mehr drin. Das klingt jetzt nicht gerade ehrfürchtig, aber öffnet nach dem Oh und Ah zur Größe (auch wenn noch klein im Vergleich zu anderen Städten) den Blick für das Detail. Und es überrascht, welche unterschiedliche Gesten man erkennt, wenn man den Fokus nur auf die Hände in dieser Kirche legt. Eine spannende Entdeckungsreise. Ich habe allerdings kapituliert, nachdem ich versucht hatte, Hände in Taschen oder beim Jucken oder so zu finden. Oder einfach mal Hände, die nur dumm rumhängen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)

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Die Brücken am Damm

Zweiter Teil nach der Vorstellung des Konrad Adenauer Damms. Nur wenige Ampeln und ein paar Unterführungen, aber vor allem sechs Brücken verbinden den Brüser Berg (ehemalige Siedlung vieler Beamter, als Bonn noch Bundeshauptstadt war) sowie Medinghoven, das sich mit seinen mehrstöckigen Wohnklötzen etwas zum Auffangbecken entwickelt, mit Duisdorf und seiner beschaulichen Fußgängerzone, regem Vereinsleben und boomenden Einfamilienhäusern mit Grundstückspreisen von 500 € pro Quadratmetern.

Die Brücken wirken wie brüchige Nahtstellen, die hoffentlich noch lange die beiden Stadtteile zusammenhalten.


Bild

Work Life Balance

Work Life Balance


PABUCA Outtakes: Lines

Die Stadt (plus Umland)  ist ein Eldorado für Linien: Dicke, dünne, wichtige, unwichtige, krumme, gerade, gebaute, natürliche, steinernde, stählernde, flüchtende, rechtwinklige, gemalte und und und. Fast alle haben einen Zweck, mindestens aber sind sie Nebeneffekt einer Absicht. So habe ich lange überlegt, was denn so meine „Lieblingslinien“ für das Pabuca Thema „Lines“ sind. Was ist die Bonner Linie? Die eine ist hübscher, die andere grafischer, die dritte vielleicht spektakulärer, aber eigentlich sind alles einfach … Linien… (hier mein Versusch, sie zum Leben zu erwecken)

 

 


Ein Kreuz

Ein kurfürstliches Kreuz (Anno 1750) im Kottenforst. Einem einzelnen Motiv zu begegnen und sein Charakter zu ergründen und anschließend zu analysieren und zu schärfen, ist wie einen Brief an eine flüchtige, aber interessante Bekanntschaft aus der Hotelbar zu schreiben, bevor die Zeit die Begegnung verwischt.


PABUCA Outtakes: Business

Ein Sammelsurium an Bildern, die es nicht in die Auswahl für das Thema „Business“ bei PABUCA geschafft haben, weil sie einfach ein Sammelsurium sind.


PABUCA Outtakes: Corner

Corner, das neue Thema auf PABUCA. Zwar setzen wir die Themen selbst, aber wissen auch nie, auf was wir uns einlassen. Kein leichtes Thema, ohne unspezifisch zu werden, denn immerhin soll es ja nicht weniger als die Seele der Stadt abbilden (So, wer jetzt auch Lust bekommt, seine Stadt zu erkunden, melde sich ganz unverbindlich hier an).

Ecken verbinden, haben aber wenig Eigenständiges. Hier eine Auswahl ganz unspektakulärer Exemplare aus dem Archiv, die hier in anderem Kontext teilweise schon aufgetaucht sind. Ich finde es aber immer wieder interessant, wenn Bilder in einer Serie einen ganz anderen Schwerpunkt bekommen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


PABUCA Outtakes: Windows

PABUCA: Die Seele deiner Stadt mit drei Bildern pro Thema: Ein Fotoaktion für Fotografen, die ihre Stadt entdecken wollen. Start heute mit „Windows“. Gar nicht so einfach, die „richtige“ Auwahl zu treffen. Deshalb hier paar Outtakes… Wer neugierig geworden ist, was dahintersteckt und nach meinen ganzen PR-Aktivitäten hier noch nicht darauf aufmerksam geworden ist, hier entlang. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Fassadenspiele I

Zwischen Kunstmuseum und Bundeskunsthalle auf der Museumsmeile in Bonn. Mit ihrer Umgebung verwoben bietet die Architektur ganz eigene Ansichten. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Baustellen

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“: Lärm, Naturvernichtung, Rendite. Oder Aufbruch, Ästethik, Raum. Baustellen -irgendwo heimatlos zwischen alt und neu- strahlen etwas Zwiespältiges aus. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Sweet home again

Teil 2 der Hoch-, Reihen-, Einfamilien-, Mehrfamilien-, Bungalow-… Heime. (hier Sweet home, Part I) Klick auf Mosaik für Großansicht.


Sweet home

Wohnhäuser und Wohnungen. Kulisse rechts und links der Straße. Allgemein gesehen wertlos für die meisten außer Schatten zu spenden. Und doch für die selben Menschen Hafen der Energie. Aber nur persönlich gesehen. Nach außen dringt nur ein dumpfes Flüstern.


Nüchtern betrachtet

Nüchtern betrachtet sind ein Büro oder eine Werkshalle Funktionsgebäude. Sie sollen möglichst effizient Menschen und Maschinen beherbergen und vernetzen. Meistens strahlen sie genau diese Sachlichkeit aus, manchmal nur blitzt etwas ungewöhnlich Lebendiges auf, in Form oder Beiwerk. Nur Gebäude wie der Post Tower verlieren selbst bei Regen nicht das, wofür sie extra hochgetunt wurden. Sie bewahren im wahrsten Sinne des Wortes ihre Fassade. (Klick auf Mosaik für Großansicht)

 

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10 x 4-7 im Quadrat

Bonn: Start am Hochkreuz, hinter den Ministerien und über die Autobahn in die Rheinaue, dann zum Post-Tower. Von dort mit Bus und U-Bahn zum Münsterplatz, Pause im Irish Pub und zum Busbahnhof. Das alles von vier bis sieben mit der Kamera im Anschlag. (Klick Mosaik für Großansicht)


Hausgeister aus Stein

Aus der Serie „Fokus Hardtberg„:

Abgeschirmte Festung, heimeliges Nest, prestigeträchtiger Prunkbau, sinnsuchende Lebensprojektion, gut angelegtes Häusle oder einfach ein Dach über dem Kopf. Jeder misst seiner Behausung einen anderen Wert zu. Und lebt danach und darin, täglich, mehrere Stunden, in einer sich gegenseitig prägenden Beziehung. Je nachdem, wie die Erwartungen erfüllt werden, in Harmonie, Zweckgemeinschaft oder Leere. Und ohne einen Blick ins private Gemach werfen zu können, flüstern die Steine aus ihrer gutmütigen oder auch abgründigen Seele. Man muss sie nur lassen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Alter Friedhof

Es ist nicht, weil die Bonner Prominenz hier die letzte Ruhe gefunden hat, nicht wegen der schmuckvollen Gräberausstattung. Es ist der Zerfall von Ästhetik, der diesem Ort den morbiden Charme gibt. Manche Male und Figuren harren aus wie Wächter der Zeit. Ohne Eile. So strahlt der alte Friedhof auf dieser Ebene nicht Melacholie aus, sondern Entschleunigung. Als ob viele Stimmen sagen: „Mach es wie wir, halte inne!“ (Klick auf Galerie für Großansicht)