Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

Kurze Momente

Verschlungen

Rheinmorgen (1 von 1)

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Kleines Fest am Rande

Das Derletalfest. Ein bisschen habe ich mich in dieses kleine Fest verliebt. Nicht nur, dass es in unmittelbarer Nähe ist, sondern die familäre Athmosphäre und der Bezug zu ihren „Machern“ schafft viel Heimatgefühl.

Ich kann mich noch gut erinnern, als wir 2007 nach Bonn zuzogen und mit diesem Fest den Stadtteil Hardtberg einen großen Schritt näher kennenlernen durften. Das gilt sowohl für die Leute aus Nachbarschaft, Duisdorf und Umgebung, die sich hier treffen und feiern, wie auch für Vereine und Gruppen. Insbesondere Duisdorf mit seinem lebendigen und gemischten Sozialleben (vom Weinfest ohne einzigen Weinberg über RingerVerein bis zur Hardtberger Kulturnacht)

Die sich nicht nur mit einem Infostand vorstellen, sondern mit kleinen Attraktionen und viel Einsatz das Fest mit Herz und Hand gestalten. Von Bierständen über Waffeln bis Cocktails. Von Darbietungen (Tanzgruppen)  über Performances (Hundestaffel des THW) bis zu Kinderaktivitäten (Bogenschießen der Pfadfinder). Bis zum Finale dann lokale, aber meist überregional bekannte Bands den Abend rocken.

Letztendlich ist es die Summe der kleinen Beiträge, die aus dem kleinen Fest etwas Großes macht. Hier erst um 15:00 Uhr. Klick auf Galerie für Diashow (fotografiert mit Smartphone Sony Xperia Z1 compact).


An die Sonne

WCCB

WCCB von der Kennedybrücke

An die Sonne

Oh Sonne, was kann ich dafür,
dass ich hier wohn’ nicht artgerecht,
die falsche Zone, Wetter schlecht,
gemäßigt, fern der Côte d’Azur?

Warum wurde ich Sonnensohn
in dieses Land nur strafversetzt?
Ich bin und bleibe, tief verletzt,
ein Irrtum der Evolution.

Für Liegestühle, Meeresbad
und Grillbesteck fühl’ ich nun mal
mich anatomisch ideal:
Was soll ich hier bei achtzehn Grad?

Oh Sonne, ich vermiss’ dich so,
ach komm’, doch halt’ die Nächte kühl,
zum Wochenende, nicht so schwül,
und bitte sonst nach dem Büro.

CG

 


Bild

Schattengang

Summer (1 von 1)


PABUCA Outtakes: Business

Ein Sammelsurium an Bildern, die es nicht in die Auswahl für das Thema „Business“ bei PABUCA geschafft haben, weil sie einfach ein Sammelsurium sind.


Flüchtig

Thema bei Paleicas Magic Monday ist diesmal „Flüchtig„, Momente die nur einmal auftreten und nicht reproduzierbar sind. Nur ein Moment. Wie ein einzelner Lichtstrahl. Hier im Kottenforst.

Morning III


B9

Für PABUCA* ging ich auf die Straße. Genauer auf die B9. Für Motive rund um Themen  wie „Traffic“ oder „Architecture“.

Die B9 ist die Nord-Süd-Achse durch Bonn. Quasi eine Lebensader, in denen das Blut aber nicht pulsiert sondern einfach fließt (oder wabert). Keine Flaniermeile, kein Super-Highway. In der Mitte wird gefahren und rechts und links davon gearbeitet (Okay, die Museumsmeile, Bonns kulturelles Zentrum liegt auch noch an ihrer Seite). Und ansonsten kommt man von A nach B. Und wenn man nicht mit 60 kmh an ihnen vorbeibraust, findet man Motive, die sich hinter der funktionellen Fassade verstecken.

*PABUCA: The new blog and meeting point for urban photographers: One theme, two german towns, three pichtuere from you. Join here!


Fenster im Quadrat

Fenster haben viele Gesichter: Gezeichnet, abweisend, hell, verschlossen, undurchsichtig… (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Carglass Bonn

Autoscheiben haben so etwas Unkonsequentes. Einerseits Fenster zur Trennung von privatem Raum, andererseits offen für jeden Blick. (zum Thema „ähnlich“ bei Paleicas Magic Monday)


Die 3 wichtigsten Fotos 2013

Angeregt durch die Aktion von kwerfeldein habe ich noch einmal mein fotographisches Jahr 2013 vor meinen Augen vorbeiziehen lassen und nach den für mich wichtigsten Fotos 2013 gesucht. Mit der Betonung auf „wichtigsten“ und nicht „besten“ Fotos. Dabei habe ich bemerkt, dass man den Top 3 jeweils ein Wort zuordnen kann, das meine Einstellung zur Fotografie erneuert hat. Wer will, nehme sich ein paar Minuten Zeit.

No. 1: Geduld

A long wayIch hatte das Bild die ganze Zeit im Kopf. Der Weg einer Schnecke auf einer Straße aus ihrer Perspektive. An vielen Tagen sah ich die Schnecken vom Fahrrad aus. Aber ich hatte entweder keine Kamera dabei oder sie machten nicht das, was ich will, wobei sie bekanntlich noch so langsam sind, dass ich nicht auf den richtigen Moment warten wollte. Gestellte Aufnahmen waren für mich ausgeschlossen. Also nahm ich mir fest vor,dieses Foto zu machen und steckte täglich die Kamera ein. Nur die Schnecken scherten sich nicht darum. Bis ich eben nach mehreren Wochen dieses Exemplar erwischte. Seitdem habe ich faktisch bei jeder Gelegenheit eine (Kompakt)kamera dabei. Ich suche nun fokussiert nach einer Stimmung oder Situation. Nur wenn ich sie konkret suche, finde ich sie auch.

No. 2: Der zweite Blick

TorblickLange Zeit hielt ich nach den Motiven Ausschau, die „flashen“, deren Wirkung sofort auf denn Betrachter und natürlich auch mich überspringt. Unmittelbar wie ein atemberaubendes Naturschauspiel, eine emotionsgeladene Szene, ein abstraktes Farbenfeuerwerk oder einfach ein interessantes Motiv. Bis ich im Rahmen meines Projektes „Fokus Hardtberg“ bewusst Ecken aufsuchte, denen ich zuhören musste, Szenen die flüstern. Erst der zweite Blick erschließt ihre Seele. Ich empfinde Orte, die sich mir erst offenbaren müssen inzwischen deutlich spannender als das spektakuläre Motiv. Dabei muss ich mir bewusst machen, dass sich die Betrachter diese Zeit aber nicht unbedingt nehmen, meine Bilder vielleicht belanglos finden. Bei der Auswahl für meine Ausstellung habe ich diesen Aspekt ausgeblendet und bestimmt auf das ein oder andere Aha! verzichtet. Aber diese Orte brauchten ein Podium für mich. Es hat sich gelohnt. Das Foto war quasi eines der ersten Fotos, denen ich ein ein  Platz in der Ausstellung „garantierte“, bei dem ich sagte: „In diese Richtung soll es gehen: Der zweite Blick“

No. 3: Tu es!

Love

Streng genommen gehört dieses Bild (Titel „Love“) nicht zu 2013, sondern Dezember 2012, als ich mit einem Freund und einer russischen Fotografin in Twer, Russland eine Ausstellung mit dem sperrigen Titel  „Deutsch-russischer visueller Dialog“ eröffnete, die Begriffe der Nationalhymnen aus drei unterschiedlichen, fotografischen Blickwinkeln zeigte (anschließend in Moskau). Es hat auch nichts mit Bonn zu tun. Aber es war Ausgangspunkt für meine Motivation 2013, meine Fotos weiterhin zu präsentieren. In diesem neuen Blog, in Ausstellungen, in Wettbewerben. Nicht um reich und berühmt zu werden, sondern um kreative Ziele zu haben, die mich abtauchen und auftanken zu lassen, was die beiläufige Gelegenheitsknipserei nicht schafft. Die Ausstellung in Russland mit viel Vorbereitung, Gestaltungsaufwand, Organisation und auch Investition zeigte mir damals, dass es sich lohnt.

Ich freue mich, wenn Ihr alle weiterhin dabei bleibt und werde in Kürze ein neues Projekt vorstellen zusammen mit meinem Freund, wofür ich auf Eure Mithilfe hoffe.


Hardtberg: Menschen

Eigentlich eine Kategorie, die es in der Serie „Fokus Hardtberg“ gar nicht gibt. Das liegt erstens am Konzept, das sich ganz bewusst auf unscheinbare, alltägliche Ecken fokussiert, um sie “ aus sich rauszulocken“. Menschen geben der Situation sofort etwas Einmaliges. Nur wenn Menschen Beiwerk meines Motivs sind, habe ich sie in die Serie aufgenommen.

Stein

Zweitens verdirbt mir das (deutsche) Persönlichkeitsrecht nach §§ 22 und 23 KUG den Spaß, da Personen nicht identifizierbar sein dürfen (hier eine gute Zusammenfassung). Ich halte das Gesetz für durchaus sinnvoll, denn auch ich möchte darüber bestimmen wollen, wo und wie ich irgendwo publiziert -oder schlimmer- verwertet werde. So gehe ich mit dem Thema sehr behutsam um, was aber kreativ sehr einengt. Gerade Gesichter schaffen doch Emotion in Bildern. Personen haben -wenn überhaupt- in meinen Bildern somit nur den Zweck, eine Situation ganz unabhängig vom Individuum zu unterstreichen.

Am Acker

(mehr …)


Nur so am Rande

Dies hier ist keine Sportfotografie. Sie macht mich fertig. Besonders in der Halle ist sie aufwändig (Stativ), teuer (lichtstarkes Objektiv), eingeschränkt in der Gestaltung (ISO, Zeit, Blende, Brennweite), speicherintensiv (1000 Aufnahmen für paar Bilder) und man muss die Sportart kennen, um den richtigen Moment zu erwischen. Denn ein Schnappschuss in Action ist noch kein gutes Sportbild. Zu wenig Dynamik, unruhiger Hintergrund, falscher Ausschnitt, Sekundenbruchteile zu früh/spät, Fokus verpatzt. Jedenfalls habe ich damit immer zu kämpfen. Also lasse ich es…

So habe ich beim Nachwuchsbadminton-Turnier des 1. BC Beuel (12. Queens Cup) auch nur die Randerscheinungen, Details und die cleane aber auch bunte Hallenathmosphäre im Blick. Was man eben so macht, wenn der Filius seinem Hobby frönt und man zwangsläufig seinen Sonntag danach gestaltet. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Fenster

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

In manche Fenster soll man schauen, in manche nicht, dafür aber raus. Und manche Fenster machen, was sie wollen, indem sie etwas spiegeln, was gar nicht für sie vorgesehen war. Aber Fenster sind bei aller Durchlässigkeit meistens Grenzen zwischen zwei Szenen, die nicht füreinander bestimmt sind. Meistens mit dem Sinn einer Blickrichtung. Aber manchmal verbindet das Glas auch beide Welten durch Reflexion oder das Vorgaukeln seiner Nichtexistenz.


Pferde im Gegenlicht und völlig ohne

Es gibt bessere Momente: Vor dem Sonnenaufgang an einem verregneten Tag ohne Nebel oder sonstiges romantisches Zubehör. Keine Farben, keine Konturen, keine Schatten. Doch die Pferde auf der Koppel am Annaberger Hof im Bonner Kottenforst, die mir zur Zeit jeden Morgen begegnen, strahlen gerade in dieser diffusen Stimmung solch eine Ruhe aus.

Abends bei Sonnenuntergang dagegen wird’s dann doch etwas verklärt. Dann fehlt nur noch der Cowboy für das Pferd. Dennoch der Versuch, die Tiere ohne viel Posing zu erfassen.

Und schließlich ein Bild mit den Reglern am Anschlag. Ich fand, die Kombination der beiden Pferde, aufmerksam und gleichzeitig gelangweilt, mit den gekreuzten Beinen, wirkte irgendwie bizzar und unwirklich. Ich wollte dies mit dem starken Kontrast und Highkey betonen.


10 x 4-7 im Quadrat

Bonn: Start am Hochkreuz, hinter den Ministerien und über die Autobahn in die Rheinaue, dann zum Post-Tower. Von dort mit Bus und U-Bahn zum Münsterplatz, Pause im Irish Pub und zum Busbahnhof. Das alles von vier bis sieben mit der Kamera im Anschlag. (Klick Mosaik für Großansicht)


Tennis im Teich

Na sowas. Es gibt Unterwasser-Boccia oder Unterwasser-Schach. Aber Unterwasser-Tennis? Wenn die Bälle direkt nach dem Aufschlag nach oben poppen? Zumindest paar Ballwechsel müssen es wohl gewesen sein. Es dümpeten nämlich mindestens ein Dutzend Tennisbälle auf dem Anglerteich im Derletal in Duisdorf. Sportfotografie mal anders. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Automobile

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Autos sind nützlich, Auto sind Status, Autos sind Verkehr. Aber Autos wirken im Zusammenspiel mit ihrer Umgebung sehr unterschiedlich. Bedrohlich, bizzar, amüsant, ästhetisch. Deshalb stehen bei dieser Serie auch nicht die Automobile im Vordergrund, sondern wie sie sich in die Szene einfügen. So, wie man sie täglich ums sich hat. (Klick auf Mosaik für Großansicht)