Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

Hardtberg

Fokus Hardtberg: Ausstellung in der VR-Bank Duisdorf

61-Glatter-2014Orte, die wir täglich nur aus dem Augenwinkel wahrnehmen, führen uns wie visuelle Leitplanken. Wir müssen uns nicht mit ihnen befassen. Aber gerade weil sie so trivial sind, verweben sie uns insgeheim mit unserm Alltag. Die Vertrautheit entsteht erst durch ihre Beiläufigkeit.

Vom 20.10.- 7.11.14 stelle ich 28 Bilder aus der Serie „Fokus Hardtberg“ in der VR-Bank in Bonn Duisdorf aus.

Nicht nur lokal Verbundene sind eingeladen, gewohnte Orte bewusst zu erleben. Wer versucht, die Patina der Routine von den Eindrücken abzukratzen, wird auch als oder gerade als Ortsunkundiger das Neue, Schöne im Verborgenen entdecken.

 

corner II

Die Seele einer vermeintlich noch so banalen Szene, eines noch so unscheinbaren Ortes entfaltet sich oft erst mit dem zweiten Blick. Diesem Blick möchte ich die Fenster öffnen.

Cat and car

Mit der Ausstellung will ich die Zeit einfrieren, um die Plätze aus dem Fluss des Alltags zu heben. Im gleichen Format und schwarz/weiß wie Standbilder eines Films führen die Exponate durch den Bezirk.

Pferdewiese

Die Motive sind bewusst ungeordnet, weder thematisch noch chronologisch. Der Wechsel zwischen urbanen Szenen, Momenten städtischer Natur und verborgenen Plätzen stellt immer neue Aspekte, neue Charakterzüge in den Vordergrund. Als Fotograf hatte ich regelrechte Dialoge mit ihnen geführt.

Einerseits sind wir immer neuen Sinneseindrücken ausgeliefert. Andererseits suchen wir sie auch, da wir eine immer höhere Dosis für die bewusste, emotionale Wahrnehmung benötigen. Das gilt auch für immer neue Bilder, die uns mit möglichst spektakulären Motiven überfluten.

Für mich persönlich ist diese Serie auch der Versuch -quasi als Downsizing der Reize- wieder die Ästhetik im Herkömmlichen zu finden. Hierzu lade ich alle Bonner und Nicht-Bonner ein.

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Kleines Fest am Rande

Das Derletalfest. Ein bisschen habe ich mich in dieses kleine Fest verliebt. Nicht nur, dass es in unmittelbarer Nähe ist, sondern die familäre Athmosphäre und der Bezug zu ihren „Machern“ schafft viel Heimatgefühl.

Ich kann mich noch gut erinnern, als wir 2007 nach Bonn zuzogen und mit diesem Fest den Stadtteil Hardtberg einen großen Schritt näher kennenlernen durften. Das gilt sowohl für die Leute aus Nachbarschaft, Duisdorf und Umgebung, die sich hier treffen und feiern, wie auch für Vereine und Gruppen. Insbesondere Duisdorf mit seinem lebendigen und gemischten Sozialleben (vom Weinfest ohne einzigen Weinberg über RingerVerein bis zur Hardtberger Kulturnacht)

Die sich nicht nur mit einem Infostand vorstellen, sondern mit kleinen Attraktionen und viel Einsatz das Fest mit Herz und Hand gestalten. Von Bierständen über Waffeln bis Cocktails. Von Darbietungen (Tanzgruppen)  über Performances (Hundestaffel des THW) bis zu Kinderaktivitäten (Bogenschießen der Pfadfinder). Bis zum Finale dann lokale, aber meist überregional bekannte Bands den Abend rocken.

Letztendlich ist es die Summe der kleinen Beiträge, die aus dem kleinen Fest etwas Großes macht. Hier erst um 15:00 Uhr. Klick auf Galerie für Diashow (fotografiert mit Smartphone Sony Xperia Z1 compact).


Die Brücken am Damm

Zweiter Teil nach der Vorstellung des Konrad Adenauer Damms. Nur wenige Ampeln und ein paar Unterführungen, aber vor allem sechs Brücken verbinden den Brüser Berg (ehemalige Siedlung vieler Beamter, als Bonn noch Bundeshauptstadt war) sowie Medinghoven, das sich mit seinen mehrstöckigen Wohnklötzen etwas zum Auffangbecken entwickelt, mit Duisdorf und seiner beschaulichen Fußgängerzone, regem Vereinsleben und boomenden Einfamilienhäusern mit Grundstückspreisen von 500 € pro Quadratmetern.

Die Brücken wirken wie brüchige Nahtstellen, die hoffentlich noch lange die beiden Stadtteile zusammenhalten.


Der Damm

Der Konrad-Adenauer Damm fließt wie ein Strom durch Hardtberg und trennt das beschaulich bürgerliche Duisdorf im Dunstkreis unterschiedlicher Ministerien vom Brüser Berg und Medinghoven, das durch Fehlpolitik teilweise in das soziale Abseits rutscht. Mittendrin diese vierspurige Straße, die niemals überlastet ist, aber immer befahren genug, dass er nicht ohne Brücke überquert werden kann.


Kontraste

Man geht vorbei, man geht zurück, und erst im Ausschnitt offenbart sich die Szene.

Widerspruch (2 von 2)

Widerspruch (1 von 2)

 

 


PABUCA Outtakes: Homes

Im Rahmen von PABUCA Homes habe ich mich etwas  in Häuser Bonns hineingefühlt. Zugegeben, ein bisschen paranoid ist es ja, aber irgendwie flüstert jedes Haus eine Botschaft zu seinen Bewohnern. Ob schützender Mantel oder selbsterschaffenes Monster, bemutternd oder abgründig. Welche Botschaft passt zu welchem Haus?

Versuch’s selbst. Ordne die Botschaften zu:

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PABUCA Outtakes: Night

Neues Thema bei PABUCA: Night.

Fotografisch immer wieder eine Herausforderung, gerade in der Stadt mit solch vielen Lichtquellen, die hinterher so überstrahlen, dass sie optisch alles plattmachen oder alternativ alles andere absaufen lassen.

Und natürlich die Verwacklungsgefahr (damit meine ich nicht die Bewegungsunschärfe des Objektes, wenn gewollt). Es gibt ja Motive, die erst wirken in ihrer Beiläufigkeit, wenn sie verwackelt sind. Flüchtige Momente, gerade erwischt und eingefroren. Oder der Effekt diffuser, distanzierter Stimmungen – wie in der Musik das gewollte Knistern einer LP oder ein quäkendes Megaphon.

Ich frage mich trotzdem erstmal, ob dieses Motiv aussagekräftiger wäre, wenn es scharf wäre. Kann ich das bejahen, landet es in der Tonne. Und das passiert oft. Dann ist es schlichtweg mit den falschen Mitteln fotografiert für mich, ein fauler Kompromiss.

Schlimmer noch, wenn es nur leicht verwackelt ist. In dem Fall tritt der Effekt sofort als Fehler in den Vordergrund. Es macht mir keinen Spaß mehr, das Bild zu betrachten. Schade um die Situation, sei sie noch so außergewöhnlich, aber es ist dann so wie ein virtuos gespieltes Solo, bei dem während  der Aufnahme die ganze Zeit ein Transistor brummt. Der Hörgenuss ist flöten.


Derletal, das Aschenputtel

Der kleine Park im Derletal in Bonn Duisdorf zwischen Konrad-Adenauer-Damm, Medinghoven und Kottenforst hat nichts: Keine tolle Aussicht, keine idyllischen Springbrunnen, keine modernen Spielplätze, gepflegten Rasenflächen oder gar lebhaften Biergärten.

Dafür ein paar veralgte Tümpel hinter einer alten Kleingartenanlage inmitten verwilderter Bäume und sporadisch gemähter Wiesen, paar Bänke, ein geschlossenes Schützenhaus und im Sommer den eigenartigen Mix zwischen Freibad-Krakelen und entferntem Autorauschen.

Und das hat seinen eigenen Charme für betörende Stunden mit einer kleinen Picknickdecke, einer Frisbee-Scheibe und einer Flasche Bier. Wie ich mir einen Nachmittag mit Aschenputtel eben so vorstelle.


Asche, Rost und Kreide (Der Sportplatz I)

Manchmal fragen mich Leute misstrauisch: „Was machen Sie hier? Was gibt es hier denn zu sehen?“. Ich fotografiere schöne Sachen, denke ich mir dann, sage aber meistens was anderes, um Diskussionen zu vermeiden. Diesmal  still, ganz ohne Diskussion auf dem leicht maroden Sportplatz des 1. FC Hardtberg. Die Ruhe des vor sich hin dämmernden Ortes bekommt so etwas Magisches, weil er dafür nicht vorgesehen ist. (Still: Thema von Paleicas Magic Monday ,Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Baustellen

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“: Lärm, Naturvernichtung, Rendite. Oder Aufbruch, Ästethik, Raum. Baustellen -irgendwo heimatlos zwischen alt und neu- strahlen etwas Zwiespältiges aus. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hinter dem Damm

Da wo der vierspurige Konrad-Adenauer-Damm wie ein reißender Strom die Hochhaussiedlung in Medinghoven von Duisdorf trennt, liegt direkt neben dem TÜV der Sportplatz und wartet. Die Schminke ist ab, aber er hält tapfer die Stellung und hofft auf den ein oder anderen Ball, der über die schmale Brücke getragen wird. Wann immer das auch sein mag. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Der Schulhof

Wenn man beim Gang durch hintere Winkel der Stadt ganz anderes findet, als erwartet: Mit Einsatz von starkem Kontrast wirkt der kleine Verkehrsübungsplatz auf dem Schulhof wie ein Schnittbogen für Riesen.


Sweet home

Wohnhäuser und Wohnungen. Kulisse rechts und links der Straße. Allgemein gesehen wertlos für die meisten außer Schatten zu spenden. Und doch für die selben Menschen Hafen der Energie. Aber nur persönlich gesehen. Nach außen dringt nur ein dumpfes Flüstern.


Hardtberg: Menschen

Eigentlich eine Kategorie, die es in der Serie „Fokus Hardtberg“ gar nicht gibt. Das liegt erstens am Konzept, das sich ganz bewusst auf unscheinbare, alltägliche Ecken fokussiert, um sie “ aus sich rauszulocken“. Menschen geben der Situation sofort etwas Einmaliges. Nur wenn Menschen Beiwerk meines Motivs sind, habe ich sie in die Serie aufgenommen.

Stein

Zweitens verdirbt mir das (deutsche) Persönlichkeitsrecht nach §§ 22 und 23 KUG den Spaß, da Personen nicht identifizierbar sein dürfen (hier eine gute Zusammenfassung). Ich halte das Gesetz für durchaus sinnvoll, denn auch ich möchte darüber bestimmen wollen, wo und wie ich irgendwo publiziert -oder schlimmer- verwertet werde. So gehe ich mit dem Thema sehr behutsam um, was aber kreativ sehr einengt. Gerade Gesichter schaffen doch Emotion in Bildern. Personen haben -wenn überhaupt- in meinen Bildern somit nur den Zweck, eine Situation ganz unabhängig vom Individuum zu unterstreichen.

Am Acker

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Nüchtern betrachtet

Nüchtern betrachtet sind ein Büro oder eine Werkshalle Funktionsgebäude. Sie sollen möglichst effizient Menschen und Maschinen beherbergen und vernetzen. Meistens strahlen sie genau diese Sachlichkeit aus, manchmal nur blitzt etwas ungewöhnlich Lebendiges auf, in Form oder Beiwerk. Nur Gebäude wie der Post Tower verlieren selbst bei Regen nicht das, wofür sie extra hochgetunt wurden. Sie bewahren im wahrsten Sinne des Wortes ihre Fassade. (Klick auf Mosaik für Großansicht)

 

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Aufbäumen des Verborgenen

November. Zeit für Tristesse. Zeit für Barrikaden. Zeit für das Aufbäumen des Verborgenen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Einzeln

„Einzeln“ ist für mich nicht „Viele“ oder nicht „In der Menge“. Man kann auch sagen „isoliert“, zumindest fotografisch. Dinge, die aus dem Kontext gerissen ganz anders wirken als dort, wo sie sonst anzutreffen sind. Auf vollen Parkplätzen, gemeinsamen Weiden, um Tische gruppiert. Das macht sie dann so überraschend bis irritierend. Das Thema des Magic Monday von Paleica habe ich als Anlass genommen, Bilder aus der Serie „Fokus Hardtberg“ neu zu kombinieren. Auch schon vorgestellte Bilder bekommen als Serie eine ganz neuen Aspekt. Einzelnes zusammen, paradox. (Klick auf Mosaik für Großansicht)

 


Hardtberg: Ecken

Aus der Serie „Fokus Hardtberg„:

Ecken haben keine eigene Rolle im rauhen Leben draußen auf der Straße. Irgendwo hört etwas auf und geht dann im rechten Winkel weiter. Dazwischen ist eine Ecke. Wenn es gut läuft. Manchmal fängt auch was neues an. Dann gehören sie weder zum einen noch zum anderen. Wenn man sie aber mal zusammen lässt, dürfen sie zeigen wie unterschiedlich sie sind. Manche offenbaren sich in all ihren Facetten, manche juckt das gar nicht und sind, was sie immer sind: Einfach da. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Fenster

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

In manche Fenster soll man schauen, in manche nicht, dafür aber raus. Und manche Fenster machen, was sie wollen, indem sie etwas spiegeln, was gar nicht für sie vorgesehen war. Aber Fenster sind bei aller Durchlässigkeit meistens Grenzen zwischen zwei Szenen, die nicht füreinander bestimmt sind. Meistens mit dem Sinn einer Blickrichtung. Aber manchmal verbindet das Glas auch beide Welten durch Reflexion oder das Vorgaukeln seiner Nichtexistenz.


Hausgeister aus Stein

Aus der Serie „Fokus Hardtberg„:

Abgeschirmte Festung, heimeliges Nest, prestigeträchtiger Prunkbau, sinnsuchende Lebensprojektion, gut angelegtes Häusle oder einfach ein Dach über dem Kopf. Jeder misst seiner Behausung einen anderen Wert zu. Und lebt danach und darin, täglich, mehrere Stunden, in einer sich gegenseitig prägenden Beziehung. Je nachdem, wie die Erwartungen erfüllt werden, in Harmonie, Zweckgemeinschaft oder Leere. Und ohne einen Blick ins private Gemach werfen zu können, flüstern die Steine aus ihrer gutmütigen oder auch abgründigen Seele. Man muss sie nur lassen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Oben

Der „Magic Monday“ bei Paleica gibt diesmal das Thema „Oben“ vor. Auch hier schöpfe ich wieder aus dem Fundus der Serie „Fokus Hardtberg„. Vielen Motiven, die auf den ersten Blick belanglos erscheinen, gibt ein Perspektivwechsel nach oben eine buchstäblich neue Dimension. Linien stürzen, der Raum wird gefüllt, Dynamik gewinnt. So jedenfalls die Theorie. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Tennis im Teich

Na sowas. Es gibt Unterwasser-Boccia oder Unterwasser-Schach. Aber Unterwasser-Tennis? Wenn die Bälle direkt nach dem Aufschlag nach oben poppen? Zumindest paar Ballwechsel müssen es wohl gewesen sein. Es dümpeten nämlich mindestens ein Dutzend Tennisbälle auf dem Anglerteich im Derletal in Duisdorf. Sportfotografie mal anders. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Automobile

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Autos sind nützlich, Auto sind Status, Autos sind Verkehr. Aber Autos wirken im Zusammenspiel mit ihrer Umgebung sehr unterschiedlich. Bedrohlich, bizzar, amüsant, ästhetisch. Deshalb stehen bei dieser Serie auch nicht die Automobile im Vordergrund, sondern wie sie sich in die Szene einfügen. So, wie man sie täglich ums sich hat. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Sichtweisen

Auf Basis der Aktion „Magic Monday“ von Paleica rückt das Thema „kreativ“ in den Vordergrund. Ein schwieriges Thema, denn eigentlich habe ich den Anspruch an die meisten meiner Aufnahmen, „kreativ“ zu wirken, mal mehr oder weniger erfolgreich.

Sieht man das Wort im engen Kontext, im Sinne von „Gestalten, Arrangieren“, dann wäre diese Serie für eine Ausstellung in Russland wohl meine bis dato kreativste und aufwändigste.

Ich sehe in Kreativität jedoch darüber hinaus den Versuch, Dinge aus anderen Blickwinkel zu sehen, andere Sichtweisen einzunehmen und so entweder den Charakter noch mehr zu unterstreichen oder den Dingen eine ganz neue „Funktion“ zu geben. Deshalb habe ich aus der Serie „Fokus Hardtberg“ extra für diese Aktion die Bilder ausgewählt, bei denen ich besonders ungewöhnliche Sichtweisen eingenommen habe. Immer im Fokus, das Gewöhnliche zu kitzeln. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Verlassen

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Verwaist, vergessen, verlassen. Ob zeitweise oder länger: Orte, die zurückgezogen ihr Dasein fristen, erwartungsvoll neuen Zeiten entgegen blicken oder einfach eine Pause machen, faszinieren mich. Es gibt so viel zu entdecken, was in ihnen schlummert, wenn sie gerade mal nicht „nützlich“ sind. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Hardtberg: Institutionen

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Schulen, Kirchen, Ämter, Krankenhäuser: Täglich wirken sie wie Magneten. Ziehen ihr Publikum an oder stoßen es ab. Begleiten es meist in zeitlich begrenzten Lebensphasen, sind aber kontinuierlich vor Ort. Interessant, wenn man ihnen mal ganz ohne Grund außerplanmäßig begegnet. (Klick auf Galerie für Diashow)


Gefährten in ewiger Ruhe

Wenn Kinder sterben, ist dies nicht nur unsagbar furchtbar, sondern es verfliegt ein Zauber. Um diesen Zauber noch festzuhalten, schmücken Angehörige die Gräber mit Puppen und Spielzeug. Als ob der Geist noch in dieser Welt weiterlebt. Dies ist nicht kitschig, nicht naiv, nicht albern. Dies ist Liebe. Hier auf dem neuen Friedhof in Bonn Lessenich.

(Passend zur Aktion „Magic Monday“ bei Paleica mit dem Thema „ewig“ und das gar nicht so traurig, wie es auf dem ersten Blick aussieht, denn viel schlimmer wäre Vergessen)

Treu Wartende

Treu Wartende

Im Dickicht

Im Dickicht

Tanzen in der Stille

Tanzen in der Stille


Hardtberg: Schlafplätze

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Spiel-, Sportplätze und Bolzplätze sind Orte der Begegnung. Hier wird gespielt, geschwitzt, gelacht, gestritten. Aber verwaist ohne Ball und Gegner wechselt ihre Aufgabe in standhafter Bereitschaft, auch wenn Wetter und Umfeld hoffnungslos erscheinen. Eine eigenartige -wie soll man es nennen?- Gastfreundschaft strahlt die Szenerie aus, als ob die Sportgeräte flüstern: „Wo ist dein Ball?“ (Klick auf Galerie für Großansicht)


Hardtberg: Straßensichten

Aus der Serie „Fokus Hardtberg“:

Kulissen, die sonst wie visuelle Leitplanken durch den Alltag Hardtbergs führen, treten aus ihrem Schatten. Triviales wird plötzlich vertraut und zeigt seinen Charakter. (Klick auf Galerie für Großansicht)