Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

Orte

Vote for your Bolzplatz: 10 aus 30

For an exhibition I need your help by selecting your 10 (or less) favourite football grounds! Vote!

So, es ist vollbracht. Ich habe 30 Bolzplätze in Bonn besucht und war immer wieder über die Vielfalt erstaunt. Vielleicht lag es auch daran, das durch die Gleichheit (2 Tore, 1 Feld, 1 Zweck) die Unterschiede mehr zum Vorschein kamen. Wie die Spielfelder Spuren der Zeit aufweisen. Wie sie sich aktuell zwischen Infrastruktur und Architektur einbetten. Wie sie als zukünftiger Treffpunkt gepflegt werden. Ein Querschnitt des urbanen Raums.

Ab 19.4.15 (Vernissage 11 Uhr, alle sind herzlich willkommen) stelle ich eine Auswahl davon unter dem Motto Nachspielzeit im Kulturzentrum Hardtberg in Bonn-Duisdorf aus und habe noch keine Ahnung welche Bilder.

Helft mir. Markiert unten in der Umfrage eure 10 Lieblings-Plätze (oder weniger). Die Nummern stehen unter den Bildern. Besser: Großansicht per Klick.

Hier geht es zur Umfrage:

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Fokus Hardtberg: Ausstellung in der VR-Bank Duisdorf

61-Glatter-2014Orte, die wir täglich nur aus dem Augenwinkel wahrnehmen, führen uns wie visuelle Leitplanken. Wir müssen uns nicht mit ihnen befassen. Aber gerade weil sie so trivial sind, verweben sie uns insgeheim mit unserm Alltag. Die Vertrautheit entsteht erst durch ihre Beiläufigkeit.

Vom 20.10.- 7.11.14 stelle ich 28 Bilder aus der Serie „Fokus Hardtberg“ in der VR-Bank in Bonn Duisdorf aus.

Nicht nur lokal Verbundene sind eingeladen, gewohnte Orte bewusst zu erleben. Wer versucht, die Patina der Routine von den Eindrücken abzukratzen, wird auch als oder gerade als Ortsunkundiger das Neue, Schöne im Verborgenen entdecken.

 

corner II

Die Seele einer vermeintlich noch so banalen Szene, eines noch so unscheinbaren Ortes entfaltet sich oft erst mit dem zweiten Blick. Diesem Blick möchte ich die Fenster öffnen.

Cat and car

Mit der Ausstellung will ich die Zeit einfrieren, um die Plätze aus dem Fluss des Alltags zu heben. Im gleichen Format und schwarz/weiß wie Standbilder eines Films führen die Exponate durch den Bezirk.

Pferdewiese

Die Motive sind bewusst ungeordnet, weder thematisch noch chronologisch. Der Wechsel zwischen urbanen Szenen, Momenten städtischer Natur und verborgenen Plätzen stellt immer neue Aspekte, neue Charakterzüge in den Vordergrund. Als Fotograf hatte ich regelrechte Dialoge mit ihnen geführt.

Einerseits sind wir immer neuen Sinneseindrücken ausgeliefert. Andererseits suchen wir sie auch, da wir eine immer höhere Dosis für die bewusste, emotionale Wahrnehmung benötigen. Das gilt auch für immer neue Bilder, die uns mit möglichst spektakulären Motiven überfluten.

Für mich persönlich ist diese Serie auch der Versuch -quasi als Downsizing der Reize- wieder die Ästhetik im Herkömmlichen zu finden. Hierzu lade ich alle Bonner und Nicht-Bonner ein.


Für 5 Minuten – Der Einstieg in die Toiletten-Fotografie

Toiletten V (3 von 5)Oft werde ich gefragt: „Mensch, Christian, wie machst du das?“ Und  tatsächlich hält die Kunst der Toiletten-Fotografie so mache Kniffligkeit bereit (hier die komplette Galerie). Blaue Augen, runtergespülte Iphones oder peinliche Verwechslungen sind nur ein paar Nebenwirkungen.

Als Pionier dieses aufstrebendes Trends, einer ganz neuen Sparte der schonungslosen Realfotografie möchte ich Ihnen ein paar wichtige Leitregeln verraten, die einen schmerzlosen und günstigen Einstieg in die Toiletten-Fotografie geben.

Toiletten V (1 von 5)Der richtige Sitzplatz:
Halten Sie die WC-Tür im Auge und zählen, wieviele Leute rein- und rausgehen. Wenn Sie sich nämlich beim Besuch auf Toilette nur mal umschauen, unverrichteter Dinge wieder rausgehen und nach fünf Minuten einen neuen Versuch starten, kann das auffallen. Außerdem ist es immer schlecht, wenn man in der Unterzahl ist.

Vorbereitungen:

Kamera in der Hand halten und den Finger auf dem Auslöser. Jede Sekunde zählt. Jedoch noch nicht den Reißverschluss als Alibi aufmachen. Das kann zu Panik führen. In der Toilette die Lage sondieren. Tür im Blick halten, aber Achtung: Auch aus der Deckung der Kabinen droht Gefahr. Solange man noch kein Klopapier rascheln hört, Ruhe bewahren. Trotzdem Ton vom Smartphone abstellen. Bei einer Spiegelreflex beim Auslösen laut husten.

Toiletten V (1 von 1)Einstellungen:

WCs sind dunkel. Man muss ein ruhiges Händchen haben, denn ein Stativ schafft Aufmerksamkeit und versperrt wichtige Laufwege. Das heißt hohe ISO Zahl und kurze Zeit. Kurz fokussiert und abdrücken, also den Auslöser, meine ich. Das ganze muss in 5 Sekunden gemacht sein. Wer zu lange fokussiert, läuft Gefahr abzubrechen. Und Zurückzucken ist feige.

Höflich sein:

Sollte die Toilette hoch frequentiert sein, muss das Motiv erst freigestellt werden. Ein „Wie lange dauert das denn noch?“ bringt nichts als Verstopfung. Auch am Standbecken läuft dann gar nichts. „Können Sie mal kurz einen Schritt zur Seite gehen?“ ist dagegen freundlich und lösungsorientiert, ohne den Besucher zu unterbrechen.

Objektiv:

Ein monströses Teleobjektiv ist kontraproduktiv. Nicht nur, dass zwangsläufig produzierte Close up‘s  das Thema verfehlen, sondern man kann auch ganz schön damit anecken. Sowohl beim Nebenmann wie auch an engen Türen. Ein Smartphone kann Wunder wirken. Im Notfall kann man sagen, man wolle gerade ein Selfie machen vor den schönen Fliesen. Bei 300mm Brennweite unglaubwürdig.

 Toiletten V (1 von 1)-2
Erwischt werden:

Sollte jemand tatsächlich sehen, wie sie direkt über der Klobrille angestrengt am Smartphone rumfummeln, dann am besten mit ernster Mine auf das Display schauen und mit dem Kopf schütteln, als hätte man gerade eine furchtbar traurige SMS erhalten. Nur nicht im Querformat in Augenhöhe, das könnte misstrauisch machen.

Toiletten V (5 von 5)Achtung: Bei einem Fotoapparat bringt das nichts. Dann hilft nur noch auf das WC Emblem zu zeigen  im gebrochenem Deutsch zu fragen, ob das der Ausgang für Männer sei. Sie wollten ein Bild von der Umgebung machen.

So, das sollte für’s erste für weitgehend verletzungsfreie Fotos reichen. Nach etwas Eingewöhnung Ihrerseits werde ich in ein paar Wochen  die zweite Lektion vorstellen „Unterwasserfotografie – Sanitäre Blickwinkel mit Tiefgang“.

Verschlungen

Rheinmorgen (1 von 1)


Rheingarten

Pachtrückstände und kein Bekenntnis seitens der Stadt. Das geplante Festspielhaus schwebte über dem Rheingarten im Rhythmus der Pachtverträge in Jahresfrist: Der Rheingarten in der Rheinaue ist seit Februar geschlossen. (Klick auf Galerie!)

Rheingarten (2 von 7)


Das kleine Stückchen Wald

Jeden Morgen, wenn ich mit dem Fahrrad daran vorbeifahre, wird mein Blick magisch angezogen von dem kleinen Fleckchen Erde. Was hat sich getan? Wie bricht sich das Licht durch das Dickicht? Wie fleißig waren die Waldarbeiter ? Verwischen letzte Nebelschwaden den holzigen Boden? Es ist ein kleines Stück Brachland im Kottenforst, dass sich während eines Jahres immer ein wenig verändert hatte. Von abgeholzter Rodefläche über Pflanzen, die sich ihren Weg Bahnen bis zum wiederaufgeforsteten Stück Wald mit noch zarten Bäumchen und das alles im Wechsel der Jahreszeiten. ( 4 Galerien, Klick auf Bild für Großansicht)

September 2014:

Was vorher geschah:

Oktober 2013:

Dezember 2013:

Februar/März 2014:

 


Kleines Fest am Rande

Das Derletalfest. Ein bisschen habe ich mich in dieses kleine Fest verliebt. Nicht nur, dass es in unmittelbarer Nähe ist, sondern die familäre Athmosphäre und der Bezug zu ihren „Machern“ schafft viel Heimatgefühl.

Ich kann mich noch gut erinnern, als wir 2007 nach Bonn zuzogen und mit diesem Fest den Stadtteil Hardtberg einen großen Schritt näher kennenlernen durften. Das gilt sowohl für die Leute aus Nachbarschaft, Duisdorf und Umgebung, die sich hier treffen und feiern, wie auch für Vereine und Gruppen. Insbesondere Duisdorf mit seinem lebendigen und gemischten Sozialleben (vom Weinfest ohne einzigen Weinberg über RingerVerein bis zur Hardtberger Kulturnacht)

Die sich nicht nur mit einem Infostand vorstellen, sondern mit kleinen Attraktionen und viel Einsatz das Fest mit Herz und Hand gestalten. Von Bierständen über Waffeln bis Cocktails. Von Darbietungen (Tanzgruppen)  über Performances (Hundestaffel des THW) bis zu Kinderaktivitäten (Bogenschießen der Pfadfinder). Bis zum Finale dann lokale, aber meist überregional bekannte Bands den Abend rocken.

Letztendlich ist es die Summe der kleinen Beiträge, die aus dem kleinen Fest etwas Großes macht. Hier erst um 15:00 Uhr. Klick auf Galerie für Diashow (fotografiert mit Smartphone Sony Xperia Z1 compact).


Das Material hinter der Ausstellung

Fokusbonn Saal+Bild (1 von 1)-2Sie hängen. Über 20 „Fokus Bonn“ Bilder zur Hardtberger Kulturnacht prangen an den Duschkabinen im Bäderstudio Pinsdorf (Bonn- Duisdorf) und warten auf Betrachter am nächsten Samstag, 13.9. Also teilen, verlinken, rebloggen, twittern oder –ich wage es kaum auszusprechen- einfach weitersagen.

Ich habe mich wie letztes Jahr zu „Fokus Hardtberg“ auch dieses Jahr wieder auf die bewährten Materialien und Anbieter verlassen. Ich werde hier von niemandem bezahlt, bin aber so überzeugt, dass ich euch meine Quellen mal vorstellen möchte.

Über Saal digital beauftrage ich in der Regel alle meine Abzüge und Poster, aber auch andere Oberflächen. Nicht nur, dass ich bisher weder in der Abwicklung noch Resultat Ausfälle zu beklagen hatte (außer einem Halterungproblem bei Dibond Drucken, das aber kulant gelöst wurde), so ist Saal auch sehr schnell. In der Regel sind die Abzüge oder Poster gut verpackt am übernächsten Tag da.

Fokusbonn Saal+Bild (1 von 1)Die Bilder habe ich auf Hahnemühle Photo Rag Papier, 308 g, drucken lassen. Nicht ganz billig, aber die matte, fast samtige Oberfläche ist sehr präzise in der Wiedergabe und gleichzeitig edel in der Eigenstruktur, ohne das Bild „zu stören“. Im Format 30 x 40 werden die Drucke nicht gerollt geliefert, auch ein Vorteil, um sie plan hinter das Passepartout zu bekommen, ohne sie aufziehen zu müssen oder an allen Seiten des Passepartouts zu befestigen (was nicht gut wäre, da das Material arbeitet und sich so wölben kann). Ich präsentiere die Bilder nicht hinter Glas, da so viel von der visuellen Kraft des Materials verloren gehen würde.

Die Passepartouts beziehe ich über Passepartout-versand.de. Nicht nur, dass dies deutlich günstiger ist als meine lokalen Quellen, sondern auch die Auswahl (viele Serien-Passepartouts), Qualität (Material und keinerlei Schäden), individuellen Möglichkeiten (Maßanfertigungen) und die Verpackung (Holzkiste) haben mich bisher immer zufrieden gestellt. Mit 10 € Versandkosten und Mengenrabatten lohnt sich eine Bestellung aber erst ab einer bestimmten Menge.

Fokusbonn Saal+Bild (1 von 4)Schließlich kaufe ich die Alu-Wechselrahmen, vor allem in der Menge (30 Stück) über Alutech.de. Auch hier stimmt der Preis und die Qualität, die Gärung liegt 1a auf Stoß (siehe Bild), womit ich bei anderen (Marken!-) Anbietern schon mal Probleme hatte und das gebürstete Aluminium hat keine Unregelmäßigkeiten. Es gibt unterschiedliche Varianten in Form und Farbe. Das Glas ist wählbar über Normalglas, Plexiglas, entspiegelt oder nicht (ich nutze Normalglas, weil ich es ja eh hinter das Bild lege. Entspiegeltes Glas ist bei Passepartout nicht zu empfehlen wegen der Lichtstreuung). Die Holzrückseite ist stabil und dick und die Halterungen einfach zu befestigen. Auch hier macht aber ein Einzelauftrag preislich wenig Sinn durch die Versandkosten von 10 €.

Fokusbonn Saal+Bild (4 von 4)Passend zur Ausstellung „Fokus Bonn“ habe ich ein Fotobuch über Saal digital angefertigt mit 32 Bildern (Format 28 x 28 cm). Das ist auch nicht ganz billig, doch die Qualität überzeugt. Manchmal muss man hier auf Aktionen warten.Fokusbonn Saal+Bild (3 von 4)

Die Seiten werden belichtet und nicht gedruckt, behalten somit mehr Brillanz. Die Seiten sind quasi doppelseitig verbundene Fotoabzüge und damit sehr stark. Diese sind in matt und glänzend bestellbar, wobei glänzend noch brillianter ist, aber auch deutlich anfälliger für Fingerabdrücke, was bei Büchern ein echtes Kriterium ist. Ich nehme immer matt.

Fokusbonn Saal+Bild (2 von 4)Besonders interessant ist die Panorama Bindung, wodurch auch Fotos über zwei Seiten möglich sind. Wo sonst die normale Buchbindung ein planes Bild verhindert und man in die gewölbte „Ritze“ gucken muss, ist hier nur ein leichter Knick zu erkennen. Somit konnte ich einzelne Bilder in dem Buch im Format 28 x 65 cm drucken lassen, was einen ganz anderen Eindruck bei aufgeschlagenem Buch verschafft.

Genug der Schwärmerei! Kommt einfach vorbei und schaut sie an. So kann man sich vielleicht mal persönlich kennenlernen.

Wenns nicht klappt: Die Bilder hängen von heute  bis zum 20.9!


Stationen

Bonn besitzt nicht viele U-Bahn Stationen, nur ein paar vom Hauptbahnhof bis zur Museumsmeile und eine in Beuel. Und alle sind funktionelle Relikte des alten Schlags, vielleicht noch etwas aufgehübscht im Stil der Siebziger und Achziger. Dennoch vermitteln sie ihren eigenen Charakter im Zusammenspiel mit dem Licht. (Kein Bild ist coloriert, nur im Kontrast stark bearbeitet.)


An die Sonne

WCCB

WCCB von der Kennedybrücke

An die Sonne

Oh Sonne, was kann ich dafür,
dass ich hier wohn’ nicht artgerecht,
die falsche Zone, Wetter schlecht,
gemäßigt, fern der Côte d’Azur?

Warum wurde ich Sonnensohn
in dieses Land nur strafversetzt?
Ich bin und bleibe, tief verletzt,
ein Irrtum der Evolution.

Für Liegestühle, Meeresbad
und Grillbesteck fühl’ ich nun mal
mich anatomisch ideal:
Was soll ich hier bei achtzehn Grad?

Oh Sonne, ich vermiss’ dich so,
ach komm’, doch halt’ die Nächte kühl,
zum Wochenende, nicht so schwül,
und bitte sonst nach dem Büro.

CG

 


Der Bonner Münster und seine Gesten

Nun, eigentlich ist der Bonner Münster eine Kirche wie jede andere, nur eben ein bisschen größer und mit mehr drin. Das klingt jetzt nicht gerade ehrfürchtig, aber öffnet nach dem Oh und Ah zur Größe (auch wenn noch klein im Vergleich zu anderen Städten) den Blick für das Detail. Und es überrascht, welche unterschiedliche Gesten man erkennt, wenn man den Fokus nur auf die Hände in dieser Kirche legt. Eine spannende Entdeckungsreise. Ich habe allerdings kapituliert, nachdem ich versucht hatte, Hände in Taschen oder beim Jucken oder so zu finden. Oder einfach mal Hände, die nur dumm rumhängen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Bild

Schattengang

Summer (1 von 1)


Für 5 Minuten III

Nach Teil 1 und 2 nun der dritte Stuhlgang. Also die würzige Luft atmen, dem Gurgeln des Wassers lauschen und gemütlich hinsetzen!


Die Kennedybrücke

Die Kennedybrücke ist eine der drei Rheinbrücken in Bonn. Sie verbindet innerstädtisch die linke mit der rechten Rheinseite (Beuel). Und sie ist…voll. Vor allem, wenn eine der anderen saniert wird. Ein Gang von Osten nach Westen:


Trödler

Der Flohmarkt in den Rheinauen.

Rheinaue (1 von 2)

Nirgends prallen Angebot und Nachfrage so geballt und gleichzeitig so zerhackt in die unterschiedlichesten Bedürfnisse aufeinander.

Rheinaue (2 von 2)

 

 


Die Brücken am Damm

Zweiter Teil nach der Vorstellung des Konrad Adenauer Damms. Nur wenige Ampeln und ein paar Unterführungen, aber vor allem sechs Brücken verbinden den Brüser Berg (ehemalige Siedlung vieler Beamter, als Bonn noch Bundeshauptstadt war) sowie Medinghoven, das sich mit seinen mehrstöckigen Wohnklötzen etwas zum Auffangbecken entwickelt, mit Duisdorf und seiner beschaulichen Fußgängerzone, regem Vereinsleben und boomenden Einfamilienhäusern mit Grundstückspreisen von 500 € pro Quadratmetern.

Die Brücken wirken wie brüchige Nahtstellen, die hoffentlich noch lange die beiden Stadtteile zusammenhalten.


Der Damm

Der Konrad-Adenauer Damm fließt wie ein Strom durch Hardtberg und trennt das beschaulich bürgerliche Duisdorf im Dunstkreis unterschiedlicher Ministerien vom Brüser Berg und Medinghoven, das durch Fehlpolitik teilweise in das soziale Abseits rutscht. Mittendrin diese vierspurige Straße, die niemals überlastet ist, aber immer befahren genug, dass er nicht ohne Brücke überquert werden kann.


Sommerlaune

Ohne dass ich hetze, flitze,
läuft der Saft in meine Ritze.
Bleibe kleben, wenn ich sitze.
Weil ich schwitze, schwitze, schwitze.

„Einen Tag lang, auch bei Hitze!“
Mieses Deo, machst du Witze?
Eine Stunde wär’ schon spitze.
Denn ich schwitze, schwitze, schwitze.

Wo sind Hagel, Donner, Blitze?
Wolkenbruch! Mensch Himmel, spritze!
Schauerchen? Paar kleine, klitze?
Nein, ich schwitze, schwitze, schwitze.

CG

Sommer (1 von 1)


Bonn Triathlon 2014 (II)

Nach der ersten Disziplin in Teil I hier der zweit und vor allem dritte Teil der Tortour. To be continued…

 


Bonn Triathlon 2014 (I)

Es ist eines DER sportlichen Events in Bonn. Der Bonn Triathlon. Aber was bin ich glücklich, dass ich mich bei 30 Grad auf die langsame Bewegung des Auslöser Drückens und das anschließende Kölsch konzentrieren konnte. Hochachtung vor der Leistung jeden Teilnehmers. Hier Teil eins mit dem Start von zwei Rheinfähren für 3,8 km Schwimmen im Rhein. To be continued…

 


Kontraste

Man geht vorbei, man geht zurück, und erst im Ausschnitt offenbart sich die Szene.

Widerspruch (2 von 2)

Widerspruch (1 von 2)

 

 


Bild

Break

break (1 von 1)


Tot oder lebendig

Der Flohmarkt in den Rheinauen (einer der größten Deutschlands) ist ein Mekka für Fotografen. Selten stehen solche Extreme nebeneinander, die heilige Maria neben Superman, der Porzellan-Elefant neben der Lava-Lampe. Totes wird wieder lebendig.

Geschmack spielt hier keine Rolle. Wie ein Treffpunkt von Skullitäten, die ihre Auferstehung feiern oder das letzte Mal das Tageslicht sehen.

Doch gerade die Zwischenwelt von ehemals Lebendigen oder was vor nicht allzulanger Zeit noch liebkost wurde und sich jetzt im Überlebenskampf anpreisen muss, hat so etwas Untotes, bei dem ich nie weiß, ob ich es äthetisch, lustig oder gruselig finde. Auf jeden Fall aber faszinierend. (Klick auf ein Bild für die Diashow, als Galerie etwas konfus)


Für 5 Minuten II

Liebe auf der Toilette, Royale Geschäfte in Purpur, Discostrullen im Rathaus, Klassisches um die Ecke pinkeln, Deutsch-gediegene Sitzungen im Irish Pub oder Wasserspülungen im Wald. Die Orte, wo man mal richtig loslassen kann, sind vielfältig. (Teil I hier)


Bilder mit einem Freund

Eigentlich sind es nur ein paar Bilder einer gemeinsamen Fototour durch Bonn. Eigentlich nichts Besonderes. Eigentlich zwei chillige Tage, wie wir beide sie schon öfter verbracht haben. Aber diese Vertrautheit, das Normale, Unaufgesetzte macht sie so besonders, dass selbst solch Wochenenden haften bleiben, wie wir sie in den 25 Jahren Freundschaft schon so oft erlebt haben. So werden auch diese Bilder hier immer, wenn ich sie sehe, verbunden sein mit dir, mein Freund.


PABUCA Outtakes: Homes

Im Rahmen von PABUCA Homes habe ich mich etwas  in Häuser Bonns hineingefühlt. Zugegeben, ein bisschen paranoid ist es ja, aber irgendwie flüstert jedes Haus eine Botschaft zu seinen Bewohnern. Ob schützender Mantel oder selbsterschaffenes Monster, bemutternd oder abgründig. Welche Botschaft passt zu welchem Haus?

Versuch’s selbst. Ordne die Botschaften zu:

(mehr …)


Präsentiert zur Wiedergeburt

(3 Bilder) Der Flohmarkt in der Rheinaue in Bonn ist einer der größten Deutschlands. Für Verkäufer wie Käufer ein Schlaraffenland, man muss nur gut feilschen. Für die Dinge, die wahrscheinlich jahrelang ihr Dasein in dunklen Ecken fristen mussten oder kurz nach ihrer  Ausmusterung einen plötzlichen Tod starben, die Chance zur Wiedergeburt. Also: zeigt euch!

Flohmarkt (1 von 5)

Flohmarkt (3 von 5)

Flohmarkt (5 von 5)


Für 5 Minuten

Toiletten werden unterschätzt. Ein Muss, kein Wollen. Maximal 5 Minuten, alles andere wird kritisch. Draußen warten die anderen. Nicht länger als nötig. Ein Blick in den Spiegel. Aber dennoch ein kurzer Moment der Stille. Und weiter geht’s…


Galerie

Abfahrt Poppelsdorf


Bild

Der Rhein von oben

Lines (1 von 4)


100 Meter Bahn

8:00 Uhr, Probsthof, Gleise


PABUCA Outtakes: Night

Neues Thema bei PABUCA: Night.

Fotografisch immer wieder eine Herausforderung, gerade in der Stadt mit solch vielen Lichtquellen, die hinterher so überstrahlen, dass sie optisch alles plattmachen oder alternativ alles andere absaufen lassen.

Und natürlich die Verwacklungsgefahr (damit meine ich nicht die Bewegungsunschärfe des Objektes, wenn gewollt). Es gibt ja Motive, die erst wirken in ihrer Beiläufigkeit, wenn sie verwackelt sind. Flüchtige Momente, gerade erwischt und eingefroren. Oder der Effekt diffuser, distanzierter Stimmungen – wie in der Musik das gewollte Knistern einer LP oder ein quäkendes Megaphon.

Ich frage mich trotzdem erstmal, ob dieses Motiv aussagekräftiger wäre, wenn es scharf wäre. Kann ich das bejahen, landet es in der Tonne. Und das passiert oft. Dann ist es schlichtweg mit den falschen Mitteln fotografiert für mich, ein fauler Kompromiss.

Schlimmer noch, wenn es nur leicht verwackelt ist. In dem Fall tritt der Effekt sofort als Fehler in den Vordergrund. Es macht mir keinen Spaß mehr, das Bild zu betrachten. Schade um die Situation, sei sie noch so außergewöhnlich, aber es ist dann so wie ein virtuos gespieltes Solo, bei dem während  der Aufnahme die ganze Zeit ein Transistor brummt. Der Hörgenuss ist flöten.


PABUCA Outtakes: Rain

Was übrig blieb vom PABUCA Thema „Regen“.


Stühle an der Bahn

Vielleicht 200 Meter an der Bahn entlang, dazwischen nur ein Fahrradweg, liegen die Kleingärten. Im Winter verwaist, im Frühling auf Trab gebracht, im Sommer genutzt mit den unterschiedlichsten Gemüse. Und überall diese Stühle, die in den intensiven aber kurzen Arbeitsphasen danach lechzen, ihren Dienst verrichten zu dürfen.


Nichts als ein bisschen II

Das, was der Nebel nicht verschlingt, offenbart er umso mehr.

Rodefläche

Weide


Nichts als ein bisschen I

Es ist doch schön, dass die besonderen Momente oft dann geschehen, wenn man sie nicht erwartet.

Nebel (1 von 3)


Steinerne Zeugen

Die Kreuzbergkirche in Bonn. Ein Ort mit Geschichte (siehe Link). Inklusive heiliger Stiege, über die man sich auf Knien „raufbeten“ kann und allem PiPaPo an Malerei und Bildhauerei. An sich mag ich diese sakralen Leidensgesten der Statuen und Bilder nicht, die mir ein schlechtes Gewissen machen wollen, aber dieser Ort strahlt selbst an einem schönen Samstag Nachmittag nach herrlicher Sicht über Bonn eine angenehme Ruhe aus.  (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Ein Kreuz

Ein kurfürstliches Kreuz (Anno 1750) im Kottenforst. Einem einzelnen Motiv zu begegnen und sein Charakter zu ergründen und anschließend zu analysieren und zu schärfen, ist wie einen Brief an eine flüchtige, aber interessante Bekanntschaft aus der Hotelbar zu schreiben, bevor die Zeit die Begegnung verwischt.


PABUCA Outtakes: Business

Ein Sammelsurium an Bildern, die es nicht in die Auswahl für das Thema „Business“ bei PABUCA geschafft haben, weil sie einfach ein Sammelsurium sind.


Kneipenkarneval von draußen

Das ist schon irre. Eine Stunde anstehen, um drinnen eng gedrängt die Kölsch zu kippen, Lieder zu grölen und sich ins Ohr zu schreien. Das nennt man dann Gemeinschaftsgefühl. Klingt abschreckend? Soll es aber gar nicht… 🙂


Hinter dem Schatten verborgen

Profile betonen Haltungen, Bewegungen, aber verraten eben gerade nicht mehr. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


PABUCA Outtakes: Windows

PABUCA: Die Seele deiner Stadt mit drei Bildern pro Thema: Ein Fotoaktion für Fotografen, die ihre Stadt entdecken wollen. Start heute mit „Windows“. Gar nicht so einfach, die „richtige“ Auwahl zu treffen. Deshalb hier paar Outtakes… Wer neugierig geworden ist, was dahintersteckt und nach meinen ganzen PR-Aktivitäten hier noch nicht darauf aufmerksam geworden ist, hier entlang. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Fassadenspiele II

Das Kunstmuseum Bonn und die Bundeskunsthalle. Unerschöpfliche Quelle für weitere Architekturansichten (Hier der erste Teil). Gibt es auch in Eurer Stadt typische Architektur? Oder so typisch, dass sie gar nicht mehr auffällt? Dann zeigt sie uns hier auf PABUCA.


B9

Für PABUCA* ging ich auf die Straße. Genauer auf die B9. Für Motive rund um Themen  wie „Traffic“ oder „Architecture“.

Die B9 ist die Nord-Süd-Achse durch Bonn. Quasi eine Lebensader, in denen das Blut aber nicht pulsiert sondern einfach fließt (oder wabert). Keine Flaniermeile, kein Super-Highway. In der Mitte wird gefahren und rechts und links davon gearbeitet (Okay, die Museumsmeile, Bonns kulturelles Zentrum liegt auch noch an ihrer Seite). Und ansonsten kommt man von A nach B. Und wenn man nicht mit 60 kmh an ihnen vorbeibraust, findet man Motive, die sich hinter der funktionellen Fassade verstecken.

*PABUCA: The new blog and meeting point for urban photographers: One theme, two german towns, three pichtuere from you. Join here!


Fassadenspiele I

Zwischen Kunstmuseum und Bundeskunsthalle auf der Museumsmeile in Bonn. Mit ihrer Umgebung verwoben bietet die Architektur ganz eigene Ansichten. (Klick auf Mosaik für Großansicht)


Carglass Bonn

Autoscheiben haben so etwas Unkonsequentes. Einerseits Fenster zur Trennung von privatem Raum, andererseits offen für jeden Blick. (zum Thema „ähnlich“ bei Paleicas Magic Monday)


Die 3 wichtigsten Fotos 2013

Angeregt durch die Aktion von kwerfeldein habe ich noch einmal mein fotographisches Jahr 2013 vor meinen Augen vorbeiziehen lassen und nach den für mich wichtigsten Fotos 2013 gesucht. Mit der Betonung auf „wichtigsten“ und nicht „besten“ Fotos. Dabei habe ich bemerkt, dass man den Top 3 jeweils ein Wort zuordnen kann, das meine Einstellung zur Fotografie erneuert hat. Wer will, nehme sich ein paar Minuten Zeit.

No. 1: Geduld

A long wayIch hatte das Bild die ganze Zeit im Kopf. Der Weg einer Schnecke auf einer Straße aus ihrer Perspektive. An vielen Tagen sah ich die Schnecken vom Fahrrad aus. Aber ich hatte entweder keine Kamera dabei oder sie machten nicht das, was ich will, wobei sie bekanntlich noch so langsam sind, dass ich nicht auf den richtigen Moment warten wollte. Gestellte Aufnahmen waren für mich ausgeschlossen. Also nahm ich mir fest vor,dieses Foto zu machen und steckte täglich die Kamera ein. Nur die Schnecken scherten sich nicht darum. Bis ich eben nach mehreren Wochen dieses Exemplar erwischte. Seitdem habe ich faktisch bei jeder Gelegenheit eine (Kompakt)kamera dabei. Ich suche nun fokussiert nach einer Stimmung oder Situation. Nur wenn ich sie konkret suche, finde ich sie auch.

No. 2: Der zweite Blick

TorblickLange Zeit hielt ich nach den Motiven Ausschau, die „flashen“, deren Wirkung sofort auf denn Betrachter und natürlich auch mich überspringt. Unmittelbar wie ein atemberaubendes Naturschauspiel, eine emotionsgeladene Szene, ein abstraktes Farbenfeuerwerk oder einfach ein interessantes Motiv. Bis ich im Rahmen meines Projektes „Fokus Hardtberg“ bewusst Ecken aufsuchte, denen ich zuhören musste, Szenen die flüstern. Erst der zweite Blick erschließt ihre Seele. Ich empfinde Orte, die sich mir erst offenbaren müssen inzwischen deutlich spannender als das spektakuläre Motiv. Dabei muss ich mir bewusst machen, dass sich die Betrachter diese Zeit aber nicht unbedingt nehmen, meine Bilder vielleicht belanglos finden. Bei der Auswahl für meine Ausstellung habe ich diesen Aspekt ausgeblendet und bestimmt auf das ein oder andere Aha! verzichtet. Aber diese Orte brauchten ein Podium für mich. Es hat sich gelohnt. Das Foto war quasi eines der ersten Fotos, denen ich ein ein  Platz in der Ausstellung „garantierte“, bei dem ich sagte: „In diese Richtung soll es gehen: Der zweite Blick“

No. 3: Tu es!

Love

Streng genommen gehört dieses Bild (Titel „Love“) nicht zu 2013, sondern Dezember 2012, als ich mit einem Freund und einer russischen Fotografin in Twer, Russland eine Ausstellung mit dem sperrigen Titel  „Deutsch-russischer visueller Dialog“ eröffnete, die Begriffe der Nationalhymnen aus drei unterschiedlichen, fotografischen Blickwinkeln zeigte (anschließend in Moskau). Es hat auch nichts mit Bonn zu tun. Aber es war Ausgangspunkt für meine Motivation 2013, meine Fotos weiterhin zu präsentieren. In diesem neuen Blog, in Ausstellungen, in Wettbewerben. Nicht um reich und berühmt zu werden, sondern um kreative Ziele zu haben, die mich abtauchen und auftanken zu lassen, was die beiläufige Gelegenheitsknipserei nicht schafft. Die Ausstellung in Russland mit viel Vorbereitung, Gestaltungsaufwand, Organisation und auch Investition zeigte mir damals, dass es sich lohnt.

Ich freue mich, wenn Ihr alle weiterhin dabei bleibt und werde in Kürze ein neues Projekt vorstellen zusammen mit meinem Freund, wofür ich auf Eure Mithilfe hoffe.


Derletal, das Aschenputtel

Der kleine Park im Derletal in Bonn Duisdorf zwischen Konrad-Adenauer-Damm, Medinghoven und Kottenforst hat nichts: Keine tolle Aussicht, keine idyllischen Springbrunnen, keine modernen Spielplätze, gepflegten Rasenflächen oder gar lebhaften Biergärten.

Dafür ein paar veralgte Tümpel hinter einer alten Kleingartenanlage inmitten verwilderter Bäume und sporadisch gemähter Wiesen, paar Bänke, ein geschlossenes Schützenhaus und im Sommer den eigenartigen Mix zwischen Freibad-Krakelen und entferntem Autorauschen.

Und das hat seinen eigenen Charme für betörende Stunden mit einer kleinen Picknickdecke, einer Frisbee-Scheibe und einer Flasche Bier. Wie ich mir einen Nachmittag mit Aschenputtel eben so vorstelle.


Asche, Rost und Kreide (Der Sportplatz I)

Manchmal fragen mich Leute misstrauisch: „Was machen Sie hier? Was gibt es hier denn zu sehen?“. Ich fotografiere schöne Sachen, denke ich mir dann, sage aber meistens was anderes, um Diskussionen zu vermeiden. Diesmal  still, ganz ohne Diskussion auf dem leicht maroden Sportplatz des 1. FC Hardtberg. Die Ruhe des vor sich hin dämmernden Ortes bekommt so etwas Magisches, weil er dafür nicht vorgesehen ist. (Still: Thema von Paleicas Magic Monday ,Klick auf Mosaik für Großansicht)


Fading away, 2013

Ist es schön, wenn etwas verblasst (wie das Thema bei Paleicas Magic Monday)? Wenn sich etwas ganz leise entfernt, seine Frische verliert, abblättert und langsam Zeugnis des Vergangenen wird? Ohne Kontur, ohne Kontrast? Nein, vielleicht nicht schön, aber gut so. Es schafft Platz für Neues. Neue Farben, neue Profile, neue Taten. Also good bye 2013. Welcome 2014.

Ich wünsche allen ein spannendes Jahrb 2014!