Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

Besorgnis

Viele Menschen sind zur Zeit besorgt.

Aber wenn jemand nach drei Tagen Dauerregen anfängt eine Arche zu bauen, dann ist er auch besorgt, aber noch lange nicht vernünftig. Und wenn dann alle planlos an dem Boot rumhämmern oder alternativ darüber jammern, dass sich gefälligst die bösen Wolken verziehen sollen, baut niemand mehr Kanäle, um das meiste Wasser in Wasserkraftwerke zu führen, damit der Rest in den Gulli fließen kann oder in der Sonne verdunstet.

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8 Antworten

  1. Du hast wohl Recht, aber heute Morgen hatte ich das erste mal ( seid 1959) das Gefühl, dass auch die Erde endlich ist. Trotzdem werde ich weiter Kanäle bauen. Manne

    20. Januar 2016 um 5:08 pm

    • Ich denke, die Erde ist endlich, auch wenn dich jetzt nicht weiß, was das konkrete Ereignis war. Dennoch höre ich Willen und Zuversicht aus deinem Kommentar, was ich sonst immer mehr vermisse.

      20. Januar 2016 um 8:02 pm

      • Wir rudern und schöpfen das Wasser. Wir schöpfen das Wasser aus dem Boot und rudern weiter. Wir haben aber kein Ziel, also rudern wir und schöpfen das Wasser. Weiter machen ist die Chance!!

        20. Januar 2016 um 11:01 pm

  2. Schöne Metapher und ein sehr schönes Bild! Du musst sehr hoch gewesen sein?
    LG, Conny

    20. Januar 2016 um 7:16 pm

    • Hi Conny, ja dachte der Nebel passt gerade. Ist im Sudtirol von einer Seite über das Tal fotografiert, ca 1200 Meter. Liebe Grüße Christian

      20. Januar 2016 um 7:52 pm

  3. Worte und Bild passen sehr gut und machen nachdenklich. Das Bild strahlt aber auch Zuversicht aus, das macht es zu etwas besonderem.
    LG kiki

    22. Januar 2016 um 10:12 pm

  4. Nicht das Boot ist voll, sondern die Besatzung ist zu fett.

    Gruß
    Stefan

    23. Januar 2016 um 6:25 pm

  5. Ich weiß jetzt nicht ob ich das hier missverstehe, aber ich denke es geht weder um das schöne Foto noch um das Wetter der letzten Wochen. Ich mag mich irren.

    Ich denke es geht mehr darum, dass das Gift der Angst in vielen Köpfen zu brodeln beginnt. Eine Angst die polarisiert, Extreme schafft. Eine Angst die irrationelle Verhältnisse schafft und allem Extremen zuspielt. Die vergessen lässt was die Mehrheit, der Durchschnitt ist. Die vergessen lässt, was wirklich Angst ist und so jede Form von rationeller Lösungsfindung unterdrückt und verklärt was auf einem schweren Weg zu tun ist, den man schon lange nicht mehr gegangen ist, obwohl man ihn gehen könnte.

    Es geht mehr um die Besinnung auf die eigene Verantwortung einen möglich wahren Weg zu schaffen, um Handel, selbstbewusst und ohne Angst, um Teil von dem zu sein, der etwas neues schafft, mit Herz und Verstand und einer reflektierten Wahrnehmung seiner Umwelt. Wie man so schön sagt… …ein mündiger Bürger.

    „Es kommt vor, daß ich meine, daß etwas klirrt,
    daß sich irgend etwas in mich verirrt.
    Ein Geräusch, nicht einmal laut,
    manchmal klirrt es vertraut,
    selten so, daß man es direkt durchschaut.
    Man wird wach, reibt die Augen und sieht
    in einem Bild zwischen Brueghel und Bosch
    keinen Menschen, der um Sirenen etwas gibt,
    weil Entwarnung nur halb soviel kostet.

    In der Kirche mit der Franz Kafka-Uhr,
    ohne Zeiger, mit Strichen darauf nur,
    liest ein Blinder einem Tauben Struwwelpeter
    vor hinter dreifach verriegelter Türe.
    Und der Wächter mit dem Schlüsselbund hält
    sich im Ernst für so etwas wie ein Genie ,
    weil er Auswege pulverisiert und verkauft gegen Klaustrophobie“ (‚Kristalnaach‘, BAP)

    mit voller Zuversicht

    Markus Mehring

    25. Januar 2016 um 10:19 pm

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