Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

Kicking – Zeitweise lost

Ich habe mich gefragt, was mich an diesen brachliegenden Bolzplätzen (hier mehr) eigentlich so fesselt, dass ich mich dort unter Umständen eine Stunde aufhalte. Ich glaube, dass es eine Verbindung zu der Fotokultur der „Lost places“ gibt, wo man Verfall und den Charme des Morbiden erleben kann, alte Geschichten entdecken und funktionlose Funktionsorte für sich wirken können. Diese Plätze sind einst eingeschlafen und liegen inzwischen oft im Koma, kurz vor dem finalen Todesstoß.

Bolzplätze dagegen befinden sich gerade im Herbst und Winter in einer Zwischenwelt. Nicht wach, nicht im Koma, sondern eingedöst mit der Ungewissheit, wann und wie sie wieder aufwachen. Es haben den Status von „Temporary lost places“. Eben nicht nur vergangen, sondern mit diffusen Zukunftsaussichten. Das kann vergessen am Stadtrand sein oder ignoriert mitten in der Stadt.

Kicking_Röttgen (3 von 10)

Villiper Allee

Kicking_Fokusbonn (6 von 6)

Maxstraße

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3 Antworten

  1. blauerfuchs

    …In der Philosophie wird versucht, die Welt und die menschliche Existenz… Bolzplatz und sein Existenz ist aber auch wichtig 😉 super

    7. Februar 2015 um 5:42 pm

    • Genau! Der Bolzplatz hat ein Recht auf Existenz und Wertschätzung. 🙂 Und er findet in der Philosophie seinen… na eben… Platz.

      7. Februar 2015 um 6:04 pm

      • blauerfuchs

        ha ha … und basta 😉

        7. Februar 2015 um 6:10 pm

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