Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

TKSV Muskelspiele

In Bonn Duisdorf ist der TKSV aktiv, der Turn- und Kraftsportverien mit der Hauptabteilung Ringen. Er war letzte Saison sogar in der Bundesliga dabei. Da Ringen aber oft als kraftsprotzendes Rumgeschiebe verpönt wird, wo Männer in unvorteilhaften Stretchanzügen gegenseitig ihren Schweiß austauschen, ist es schwierig so public zu werden, dass Sponsoren sich dafür begeistern. Und so ist auch die Bundesliga ein finanzielles Abenteuer, aus dem sich der Verein vor einem Jahr freiwillig in die vierte Liga verabschiedet hat (und prompt wieder klar führend auf dem ersten Platz steht).

Ich muss jedoch eine Lanze für diesen fairen, athletischen und technisch anspruchvollen Sport brechen, wo auch die Stimmung in der Halle nicht zu kurz kommt. Zum Mitfiebern und hingucken. Vorurteile ausgeräumt!

Hier ein erster Eindruck von vielen Bildern, die ich am Samstag machen konnte. Spannend (und fotografisch sehr anspruchvoll bei schwer einzuschätzenden Bewegungen, Wendungen und Lichtverhältnissen).

TKSV (1 von 1)

11 Antworten

  1. super foto

    7. Dezember 2014 um 9:43 pm

  2. wow, da bin ich gespannt. habe letztens im dummy magazin so eine tolle serie übers ringen gesehen, das fand ich auch schon sehr interessant (habe es auch gerade hier gefunden: http://oks-lab.ostkreuzschule.de/?p=1699)

    7. Dezember 2014 um 11:36 pm

    • Schwierig zu fotografieren. Aber eine starke Serie in deinem Link. Sieht schon mit dem Augengriff fast unfair aus. ich habe bei den paar mal, bei denen ich dabei war, bisher keine Unfairness bemerkt.

      9. Dezember 2014 um 8:48 pm

      • ja, der artikel, in den die bilder eingebettet sind, betont eigentlich auch die fairness, die da waltet. klang alles sehr interessant fand‘ ich.

        10. Dezember 2014 um 12:16 am

  3. Reduziert auf das Wesentliche- pure Muskelkraft und Technik. Das man noch nicht einmal die Köpfe erkennen kann, verstärkt diesen Effekt noch. Es ist kein plumper Sport, sondern hat schon eine besondere Ästhetik, das kommt hier beeindruckend rüber. Genial 🙂
    LG kiki

    9. Dezember 2014 um 7:39 pm

    • Ich bin auch sehr glücklich über diesen Shot, obwohl das wirklich schwierige Bedingungen waren, da ein Blitz jegliche Dynamik kaputt gemacht hätte…und ich es außerdem gar nicht gedurft hätte. Stattdessen ISO 6400 und 1/500 Sekunde, was zeitmäßig schon grenzwertig ist. Dazu noch Tele (später gecropt) mit geringer Tiefenschärfe für den Autofokus bei Blende 4. Und man weiß ja nie, wann etwas abgeht und in welche Richtung…).
      Du hast genau das widergegeben, was ich empfinde. Ich habe es noch bewusst durch dunkle Töne verstärkt. Danke dir!

      9. Dezember 2014 um 8:54 pm

      • ISO 6400 ist schon eine Ansage… aber die heutigen Kameras packen das sehr gut. So ein Foto verträgt auch eine gewisse Rauheit bedingt durch das Korn. Und ich schreibe hier absichtlich von Korn… Rauschen war gestern 😉 Ich habe großen Respekt vor Sportaufnahmen. Ein schwieriges Terrain!

        9. Dezember 2014 um 10:02 pm

      • Ja, das stimmt. Eigentlich mit der 6D machbar. Nur wenn dann trotz der 500stel noch das Bild unterbelichtet ist, also später noch nachbelichtet werden muss und dann noch gecropt, dann krisselt es schon anständig. Nicht weiter schlimm oder sogar interessant bei Kampfszenen, blöd bei Detail- oder Gesichtsbildern.

        Ja, Korn klingt mehr Retro! Analog ist ja auch wieder Trumpf! 😉

        Sportaufnahmen sind vor allem inflationär, wenn man sie nicht auf den Punkt beherrscht. Eine Serienaufnahme, 15 Bilder, und eines davon ist (vielleicht) geeignet. Da knallt man sich erstmal schön die Festplatte zu (bei 25 MB pro Bild). 🙄

        10. Dezember 2014 um 12:38 pm

  4. Das ist eine sehr schöne Aufnahme, Christian! Ich mag diesen Stil, der auch oft bei Akt-Aufnahmen angewandt wird. Bei den Bedingungen ist die Spannung groß, ob die Bilder am Rechner auch noch so gut aussehen, wie auf dem kleinen Display. Und die Erleichterung ist groß, wenn so ein Shot dabei ist. Bei ISO 6400 macht deine Kamera einen guten Job.

    11. Dezember 2014 um 12:05 pm

    • Ups,ein bisschen spät: Danke für den Kommentar. Ja, das stimmt, wenn auch unterbewusst (siehe deine Diskussion zum Thema Inspiration) hat mich die Art von Akt- Fotografie wohl dazu inspiriert. Sind ja auch Körper aus Fleisch.

      Ja, tatsächlich. Ich war sehr gespannt auf die Ergebnisse und teils positiv überrascht über die Reserven der Kamera, teils enttäuscht, wenn die 1/500 Sekunde immer noch zu lang war oder der Fokus auf der Schulter und nicht auf dem Gesicht lag…
      (Ich hatte keine Zufalls-Wisch-Bewegungs-Kunst-Effekte im Sinn bei der Serie.)

      19. Dezember 2014 um 4:31 pm

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