Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

An die Sonne

WCCB

WCCB von der Kennedybrücke

An die Sonne

Oh Sonne, was kann ich dafür,
dass ich hier wohn’ nicht artgerecht,
die falsche Zone, Wetter schlecht,
gemäßigt, fern der Côte d’Azur?

Warum wurde ich Sonnensohn
in dieses Land nur strafversetzt?
Ich bin und bleibe, tief verletzt,
ein Irrtum der Evolution.

Für Liegestühle, Meeresbad
und Grillbesteck fühl’ ich nun mal
mich anatomisch ideal:
Was soll ich hier bei achtzehn Grad?

Oh Sonne, ich vermiss’ dich so,
ach komm’, doch halt’ die Nächte kühl,
zum Wochenende, nicht so schwül,
und bitte sonst nach dem Büro.

CG

 

11 Antworten

  1. Schönes Gedicht, das Bild unterstreicht diese Gedanken .
    Leidet da jemand unter dem Temperatursturz der letzten Wochen 😉
    LG kiki

    21. August 2014 um 3:36 pm

    • Nein, ganz und gar nicht. Ich bin heilfroh, nicht irgendwo im Süden zu wohnen, obwohl ja gesagt wird, dass die Hitze dort ganz anders ist… Für mich bleibt Hitze heiß. 🙂
      Ist eher allgemein für den „Deutschen“ an sich und sein Wetterproblem. Die letzte Strophe zeigt ja, dass die Sonne dann auch wieder nicht uneingeschränkt walten darf. 😉

      21. August 2014 um 3:44 pm

  2. Mit dem Text wird das Bild richtig schön 😉

    21. August 2014 um 6:31 pm

    • Da wird Nieselregen gleich zur Sommeridylle, nicht wahr? 😉

      21. August 2014 um 8:31 pm

      • Für den Niederrheiner ist das eh eine Art flüssige Sonne 🙂

        21. August 2014 um 9:52 pm

  3. Urtoll!! 🙂 ich hoffe sie ist bei euch dann auch noch hervorgekrochen und hat zu schmollen aufgehört 😉

    21. August 2014 um 11:29 pm

  4. Das frage ich mich schon den ganzen Sommer, tolle Worte. LG Thee

    22. August 2014 um 6:59 pm

    • Na ja, der Sommer ist wieder mal merkwürdig zerschnipselt. Aber der August ist gar nichts! Danke dir!

      26. August 2014 um 8:07 am

  5. Das das Wetter dich zu einem Gedicht animiert ist überraschend, die Aussage typisch deutsch und das Bild erinnert mich an das versmogte Hongkong ;-). Aber ich schließe mich an: Wetter bitte stets so, wie ich es brauche. Für die Outdoor-Party am Abend bitte schön warm, zum Schlafen schön kühl, bin ich am Strand, gern 30 Grad, in der Stadt nicht mehr als 20…….. :-D.

    24. August 2014 um 12:45 am

    • Na ja, ist ein bisschen älter, als ich gerade noch nicht die Fotografie in den Fokus gerückt hatte.
      Bonn-Hongkong, das ist doch mal ein passender Vergleich. Auch wenn es nur der Smog ist.
      Jetzt darf aber ruhig wirklich mal etwas wärmer und trockener sein.

      26. August 2014 um 7:40 am

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s