Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

Der Bonner Münster und seine Gesten

Nun, eigentlich ist der Bonner Münster eine Kirche wie jede andere, nur eben ein bisschen größer und mit mehr drin. Das klingt jetzt nicht gerade ehrfürchtig, aber öffnet nach dem Oh und Ah zur Größe (auch wenn noch klein im Vergleich zu anderen Städten) den Blick für das Detail. Und es überrascht, welche unterschiedliche Gesten man erkennt, wenn man den Fokus nur auf die Hände in dieser Kirche legt. Eine spannende Entdeckungsreise. Ich habe allerdings kapituliert, nachdem ich versucht hatte, Hände in Taschen oder beim Jucken oder so zu finden. Oder einfach mal Hände, die nur dumm rumhängen. (Klick auf Mosaik für Großansicht)

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5 Antworten

  1. Eine ganz starke Serie, Christian! Ich bin ja nun überhaupt kein Kirchgänger. Die Bildausschnitte und die Bearbeitung der Aufnahmen wirken auf mich regelrecht beängstigend und einschüchternd. Das ist genau das, was ich mit Religion verbinde. Es ist keine Erlösung, sondern eher Geißelung, mag die Haltung der Hände auf den ersten Blick noch so behütend wirken. Großartig!
    Was hielt dich davon ab die Hände des Pöbels abzulichten? 😉
    LG kiki

    3. August 2014 um 11:09 pm

    • Hallo Kiki, bisschen spät, aber die Antwort auf deinen Kommentar wollte ich nicht so nebenbei schreiben:

      Ich bin mit der Kirche aufgewachen und habe sie inbesondere durch Jugendarbeit in der Gemeinde positiv in Erinnerung. Deshalb kann ich mich auch recht befreit mit den kritischen Aspekten auseinandersetzen. Da gibt es nichts aufzuarbeiten oder keine inneren Konflikte. Zunächst sind für mich sehr viele Begriffe zu trennen: Kirche, Messe, katholisch, Religion, Gemeinde, Christsein, Glaube, Spiritualität, Gott, Bibel, Papst… alles unterschiedliche Begriffe mit unterschiedlichem Inhalt, nur ziemlich komplex miteinander verwoben.

      Als ich die Bilder gemacht habe, bin ich erstmal neugierig durch die Kirche gegangen und haben speziell nach Händen gesucht, nach keiner Botschaft. Mir ist aber aufgefallen, dass -wie du es auch empfindest- die Gesten nichts wirklich Menschliches ausstrahlen, sondern eher etwas Schwertragenendes. Das habe ich durch die Bearbeitung auch ausdrücken wollen. Also eine eher sachliche Herangehensweise mit überraschendem Ausgang.

      11. August 2014 um 7:53 am

  2. Pingback: Bon­ner Link­tipps der Woche vom 2. bis 8. August 2014 – 1ppm von Johannes Mirus

  3. Fantastic gallery , very intriguing theme , interesting approach !

    17. August 2014 um 1:51 pm

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