Der zweite Blick für Bonner und Nicht-Bonner

PABUCA Outtakes: Homes

Im Rahmen von PABUCA Homes habe ich mich etwas  in Häuser Bonns hineingefühlt. Zugegeben, ein bisschen paranoid ist es ja, aber irgendwie flüstert jedes Haus eine Botschaft zu seinen Bewohnern. Ob schützender Mantel oder selbsterschaffenes Monster, bemutternd oder abgründig. Welche Botschaft passt zu welchem Haus?

Versuch’s selbst. Ordne die Botschaften zu:

  • „Hast du einmal  ‚Danke‘ gesagt? Einmal?“
  • „Tu du mir nichts, tu ich dir auch nichts.“
  • „Ich werde euch treu dienen… wenn ihr mich auf Händen tragt!
  • „Gut so? Noch irgendeinen Wunsch?“
  • „Du bist ich, und ich bin du!“
  • „Ich mach nur meinen Job. Ihr wolltet es ja so!“
  • „Ich sag‘ schon mal ‚Tschüss‘, wenn du gehst, lass den Schlüssel stecken!“
  • „Ich werde euch noch zähmen!“
  • „Ihr seid ja sooo nett zu mir!“
  • „Aber ich will doch nur das Beste für euch!“
  • „Schnauze und wohn!“
  • „Sagt Bescheid, wenn noch was ist!“
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18 Antworten

  1. Genial… ich würde manche Botschaften anders zuordnen, aber bei sowas spielt wahrscheinlich immer die eigene Lebens- und Wohnerfahrung mit rein…auf jeden Fall ne super Serie 😀

    6. Mai 2014 um 8:16 am

    • Danke, nein, sollst du auch anders zuordnen. Die Nummerierung ist ein bisschen missverständlich.

      6. Mai 2014 um 9:05 am

      • So, Text geändert, Nummerierung entfernt. Kannst ja nochmal versuchen.;-)

        6. Mai 2014 um 9:16 am

  2. HF

    Sehr gute Idee und Umsetzung! Manche Gebäude würden sicher gerne ihren Erbauern das Ein oder Andere mit auf dem Weg geben 😉

    6. Mai 2014 um 9:35 am

    • 😀 Ja, und da kann im Gegensatz zu Kindern niemand sagen: „Von mir hat er (es) das nicht!“

      10. Mai 2014 um 5:06 pm

  3. Homes. So unterschiedlich wie die Menschen selbst. Eine sehr schöne Serie! 🙂 Muss zugeben, das Zuordnen der Texte war durchaus amüsant obwohl die Botschaften es nicht unbedingt sind.

    6. Mai 2014 um 1:40 pm

    • Tja, richtig. Es gibt so viele Gründe, waraum ein Haus gerade so wirkt, wie es ist. Mal die Zeit, mal der Zweck, mal das Geld und mal der Geschmack. Aber irgendwie strahlen sie alle etwas aus, was sie mit ihren Bewohnern verbindet. Freut mich, unterhalten zu haben! 🙂

      10. Mai 2014 um 5:08 pm

  4. Another nice set! 1,2,3,5 and 8 are my favorites!

    7. Mai 2014 um 6:27 am

  5. Puuh… Durchatmen. Klasse, Christian. Wirklich. – Du verstehst es, in einem Bild den Kontext zwischen zwei oder mehreren Objekten/Motiven herzustellen. Sie bekommen plötzlich Bezug zueinander,…. aber haben ansonsten nichts miteinander zu tun. – Da braucht es (für mich) keine Texte: Die Bilder stehen für sich.
    Lg,
    Werner

    9. Mai 2014 um 12:07 pm

    • Wieder mal einen Kernaspekt meiner Absicht mit deinem Kommentar erwischt! Freut mich sehr, dass du eintauchen konntest. Ich mag es, solch Dingen auf den Grund zu gehen.

      10. Mai 2014 um 5:12 pm

  6. Uwe

    Interessante Idee, und mit jedem Satz verändert sich die Bildaussage aufs Neue, was mich zu der Frage bringt: Sind Bilder Projektionsflächen unserer wechselnden Zuschreibungen und Sinnstiftungen?

    Aus der wirklich gelungenen Serie gefallen mir die Nachtbilder am besten. Sehr eindrücklich, wie aus dem dunklen Display manches plötzlich sichtbar und damit deutbar wird, wohingegen alles andere ins schwarze Nebenher versinkt.

    Haus 12 ist mein Favorit. Eine Szene, die ich mir von Edward Hopper in Frabe umgesetzt wünschen würde. Sehr guter Bildaufbau mit raffiniertenb Anschneidungen und linearen Richtungsimpulsen, die den Bildraum erschließen. Und die passende Botschaft wäre für mich aus Deiner Auswahl: „Sagt Bescheid, wenn noch was ist!“

    Gruß, Uwe

    10. Mai 2014 um 5:54 pm

    • Hallo Uwe,

      bei deinen Kommentaren lasse ich mir oft Zeit mit der Antwort, weil sie so interessante Fragen stellen.

      Ich glaube -so ist es jedenfalls bei mir- dass jede Aufnahme mit einem Dialog verbunden ist. Ich höre tatsächlich Dinge sprechen. Und damit verbunden projeziert sich diese Aussage auch auf das Bild. Was nicht heißt, dass der Betrachter es genauso empfindet. Es passiert mir oft, dass ich Dinge als beruhigend empfinde, was der Betrachter traurig/düster sieht, wo ich Biederkeit darstellen will, sehen andere Geborgenheit.

      Es ist selbst für mich interessant, die Aussagen, die ich eigentlich für andere Häuser gedacht habe auf ein Bild wirken zu lassen. Und plötzlich entsteht eine andere Wahrnehmung (des eigenen Bildes).
      Auch für mich ein interessantes Experiment.

      Im Übrigen ist Haus 12 auch eines meiner Lieblinge. Und die Aussage passt auch in meine Wahrnehmung.

      14. Mai 2014 um 7:33 am

      • Uwe

        Kein Problem, lass Dir Zeit mit den Antworten.

        Ich kann dem, was Du zum dialogischen Zusammenspiel von Bild und Betrachter, Foto und Text sozusagen, schreibst, nur zustimmen. Spannend wird eine Arbeit dann, wenn sie nach den wechselnden diskursiven Annäherungen immer noch ein Restgeheimnis bewahrt, das sich der Sprache entzieht: Etwas ist da, was noch der Zuordnung harrt oder diese gar verweigert. Das sind dann für mich Ausnahmebilder, die einen begleiten.

        Gruß, Uwe

        14. Mai 2014 um 9:56 am

      • Auch dem kann ich zustimmen. Bilder, die eine eigene, unübersetzbare Sprache sprechen und deshalb nur klingen.

        23. Mai 2014 um 6:12 am

  7. jetzt war ich glatt verwirrt und hab deine beiden blogs durcheinander gebracht. toll diese serie, vor allem durch die anordnung bekommt es nochmal eine ganz eigene sprache.

    21. Mai 2014 um 11:11 am

    • Das finde ich so oft spannend. Das gleiche Bild, in einem anderen Kontext, z.B. Stadtlichter oder Steine, wirkt sofort wieder anders. Hier wollte ich aber der „Wohnkultur“ mal auf den Zahn fühlen.

      23. Mai 2014 um 6:15 am

      • und das ist dir auch außergewöhnlich gut gelungen!

        23. Mai 2014 um 8:26 am

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